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Erboster Fußgänger schubst in Osnabrück jungen Mann vom Fahrrad
pm Osnabrück. Ein erboster Fußgänger hat Mittwochabend in Osnabrück einen jungen Mann vom Fahrrad geschubst, weil dieser auf dem Gehweg fuhr. Der 22-Jährige stürzte und verletzte sich leicht.
Wie die Polizei am Freitag mitteilte, benutzte der Radfahrer wegen der Straßenschäden auf der Arndtstraße den Gehweg zwischen Lotter Straße und Rolandstraße. Gegen 22.30 Uhr war dort auch ein Pärchen unterwegs, das den 22-Jährigen zur Rede stellte.
Nach einer kurzen Auseinandersetzung schubste der etwa 60 bis 70 Jahre alte Mann den Radfahrer, der daraufhin stürzte und sich leichte Verletzungen zuzog. Das Pärchen entfernte sich. Der unbekannte Mann soll einen kleinen Schnauzbart tragen.
Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise werden unter Telefon 0541/327-2115 entgegen genommen.
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07.04.2012

Alles gute an den Radler
ich möchte mich hier zunächst einmal als Radfahrer outen.
Nun zum Thema:
Ich habe 15 Jahre in Münster gelebt. Dort funktioniert das verkehrstechnische MITEINANDER von Autofahrern, Radfahrern und Fussgängern hervorragend.
Dabei ist entscheidend, dass
1. Jeder aufeinander Rücksicht nimmt
2. Die Verkehrsführung keinen der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer diskriminiert
Und nun bin ich also seit einigen Jahren in Osnabrück.
Ein böses Erwachen. Auf den Strassen herrscht eine wahnsinnige Aggressivität. Ich hab es nicht glauben können, als ich als Radfahrer, bei einem notwendigen Spurwechsel auf der Pagenstecherstrasse, von einem Autofahrer fast umgefahren wurde, obwohl ich durch Handzeichen und Umschauen lange vorher angezeigt hatte. Der Abstand war eigentlich ausreichend. Da wurde noch mal richtig Gas gegeben und dann gehupt und sogar geschrieen.
Zugeparkte Radwege sind zudem die Regel in Osnabrück.
Ich habe mich lange gefragt, warum das so ist. Die Antwort habe ich von einem Polizisten erhalten, den ich einmal gefragt habe, warum denn nichts gegen die Falschparker unternommen wird.
Antwort:
Dafür sei die Polizei nicht zuständig, das wäre Aufgabe des OS-Teams. Ich konnte es kaum glauben. Aber ich gehe davon aus, dass mit ein Polizist auf Nachfrage schon die Wahrheit erzählt. (Achja: Ich solle Fotos machen und das dann Anzeigen, war der Tip)
Das bedeutet:
Der Stadt Osnabrück liegt es nicht daran, für die Einhaltung von Verkehrsregeln zu sorgen, sofern es sich hier um die Belange der Radfahrer handelt.
Daraus ergibt sich natürlich durch die langjährige Erfahrung der Autofahrer das Bild, das sie als die Stärkeren auch immer im Recht sind.
Also: Draufhalten.
Das schaukelt sich dann natürlich auf und - schwupps - gibt es solche Situationen und Diskussionen wie diese hier. Feinde, die sich bekämpfen. Und die Fussgänger sind dann natürlich ganz am Ende der Kette.
Autos stehen auf dem Radweg, Radfahrer fährt auf dem Fussweg. Und der Fussgänger?? Der kann sehen wo er bleibt.
Die Lösung ist schwierig, da sich die Fronten scheinbar über x Jahre so eingefahren haben. Sie ist eigentlich auch nicht so schwierig, wenn jeder mal versucht, auf den anderen Rücksicht zu nehmen.