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Wurst Stahlbau in Bersenbrück: Topfit zum Chef-Frühstück
Bersenbrück. Na und? Das mag mancher denken, wenn er hört, dass die Wurst Stahlbau GmbH als erstes mittelständisches Unternehmen der Branche die „Luxemburger Deklaration“ unterschrieben hat. Wirklich na und? Nein. Für die Bersenbrücker ist die Unterschrift ein „Meilenstein“ auf dem Weg zu einem nachhaltigen Gesundheitsmanagement. Und auf diesem Gebiet hat Wurst Stahlbau bereits Beispielhaftes geleistet. Prädikat: „Zur Nachahmung empfohlen.“
Es ist kein Geheimnis. Seit 2005 betreibt das Unternehmen ein professionelles betriebliches Gesundheitsmanagement. Es geht darum, die 174 Mitarbeiter in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung systematisch zu fördern und sie durch Programme zu unterstützen. Am Anfang stand eine Befragung rund um die Zufriedenheit der Mitarbeiter – vom Informationsfluss im Betrieb bis hin zur Arbeitsorganisation. Was das speziell mit Gesundheitsmanagement zu tun hat? Eine Menge. Die Geschäftsführer Christian, Michael und Thomas Wurst wählten bewusst einen „ganzheitlichen Ansatz“. Schließlich seien auch Aspekte wie die Arbeitszufriedenheit ein Gesundheitsfaktor. Nur isoliert Rückenschulen oder Grippeschutzimpfungen anzubieten reiche nicht, betont Thomas Wurst.
Mit „viel Geduld und Beharrlichkeit“ gelangte das Unternehmen in die erhoffte Erfolgsspur. Nach vielen Gesprächen, einer weiteren Befragung, der Erarbeitung von Handlungsfeldern und der systematischen Umsetzung der gestellten Aufgaben ist die Zufriedenheit im Betrieb in fast allen Bereichen gestiegen. Ergonomieschulung am Arbeitsplatz, eine „Piksprämie“ für Grippeschutzimpfungen, die gezielte Zusammenarbeit von erfahrenen Facharbeitern und Nachwuchskräften, altersgerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen oder ein regelmäßiges Cheffrühstück gehörten zu den insgesamt 50 Projekten, die das Unternehmen initiiert hat. Das Ergebnis: weniger kranke Mitarbeiter, weniger Arbeitsunfälle, höhere Leistungsbereitschaft, niedrigere Fluktuation, geringerer Aufwand bei der Suche nach neuen Mitarbeitern.
Das alles erspart dem Unternehmen viel Geld. Die Investitionen haben sich gewinnbringend gerechnet. Viel wichtiger aber ist, dass sich das Stahlbau-Unternehmen in Zeiten des demografischen Wandels auf diese Weise eine erfolgreiche Zukunft sichert. Die hoch qualifizierten Fachkräfte sind fitter, arbeiten länger und sind zufriedener. Das wiederum spricht sich herum und macht es einfacher, gute Mitarbeiter zu gewinnen. Ein Pfund, mit dem das Unternehmen wuchern kann.
Zurück zur „Luxemburger Deklaration“, die Wurst Stahlbau unterschrieben hat. „Mit der Unterzeichnung wollen wir zu einem neuen Verständnis von Gesundheit beitragen, von dem auch andere Unternehmen profitieren können“, sagt Thomas Wurst. Das Unternehmen bringe seine Erfahrungen deshalb gern auf europäischer Ebene ein. Das wiederum findet Christoph Schwippert gut. Er ist Koordinator beim „Netzwerk Unternehmen Gesundheit“ in der EU. In einem Schreiben erklärt er, dass sich der moderne Gesundheitsbegriff keineswegs nur über die physische Verfassung, sondern auch über das psychische und soziale Wohlbefinden definiere. Heute müsse die betriebliche Gesundheitsförderung Teil der Unternehmensführung sein.
Dass die EU der Gesundheitsförderung einen so hohen Stellenwert beimisst, liegt – ebenso wie bei der Firma Wurst – auf der Hand. Gesunde und motivierte Mitarbeiter seien sowohl in sozialer wie auch ökonomischer Hinsicht Voraussetzung für den künftigen Erfolg der EU, meint Christoph Schwippert. Zum einen deshalb, weil die Altersgruppe 50 plus dramatisch wachse. Zum anderen, weil heute Fragen zur Vereinbarkeit von Leben und Beruf immer mehr zu einem Wettbewerbskriterium würden.
Gleichwohl: Es gibt noch viel zu tun, um dieses Gedankengut mehrheitsfähig zu machen. Laut einer Studie kümmert sich nicht einmal ein Drittel der Betriebe systematisch um die Gesundheit der Mitarbeiter. Zwar gebe es viele Betriebe, die das Gesundheitsmanagement als gutes Instrument zur Mitarbeitergewinnung und -bindung begriffen hätten, doch fehle oft die nötige Ausdauer, um – so wie die Bersenbrücker – in die Erfolgsspur zu gelangen.
Auch eine umfassende Ergebniskontrolle ist nicht selbstverständlich. Das ist bei Wurst Stahlbau anders. Das Unternehmen registriert alle Effekte. Jede Investition wird überprüft, und der Erfolg in Zahlen ermittelt. Ergebnis: Gesundheit ist planbar – vorausgesetzt, es gibt ein durchdachtes Konzept.
Wer mehr über modernes Gesundheitsmanagement wissen will: „www.wurst-stahlbau.de“.
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25.02.2011
