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Projekt Brückenjahr sorgte im Emsland für positives Bauchgefühl
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Abschlussveranstaltung in Meppen

Projekt Brückenjahr sorgte im Emsland für positives Bauchgefühl

Meppen. Jungen und Mädchen den Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule erleichtern: Das war das zentrale Anliegen des niedersächsischen Projektes „Brückenjahr“, das 2007 im Emsland gestartet und nun zu Ende gegangen ist. Auf der feierlichen Abschlussveranstaltung im Meppener Windt-horst-Gymnasium sprach Erster Kreisrat Reinhard Winter allen beteiligten Fachkräften aus Kitas und Schulen seinen Dank für ihren Einsatz aus.

 
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Grundschulkinder helfen Jungen und Mädchen aus der Kindertagesstätte.Archivfoto: Michael Hehmann Dem Beratungsteam galt der Dank von Erster Kreisrat Reinhard Winter und Dr. Herbert Asselmeyer. Von links: Winter, Reinhard Gehling, Susanne Schmidt-Barlage, Martina Wandelt vom Kultusministerium, Vera Schimmöller und Anita Deters. Viel Lob bekamen die Fachkräfte aus den Kitas und Grundschulen für ihre erfolgreichen Bemühungen, Kindern den Übergang von der Kita in die Klasse zu erleichtern. Sabine Zimmermann (links) von der Kreisverwaltung untersützte das Projekt Brückenjahr mit viel Engagement. Fotos: Thomas Pertz

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Winter erinnerte daran, dass zwischen 2007 und 2011 allein im Emsland 75 Betreuungseinrichtungen und Grundschulen viele kreative Ideen entwickelt hätten, um den Kindern den Wechsel von der Kita in die Klasse zu erleichtern. Dabei seien viele wertvolle Erkenntnisse gesammelt worden.

In diesem Zusammenhang verwies Winter auf die Erkenntnisse der PISA-Studie, die insbesondere dem deutschen Bildungssystem zu viele Schnittstellen attestiert habe. Dies mache es Kindern schwer, den Wechsel vom einen zum anderen System zu bewerkstelligen. Dies gelte insbesondere für den Wechsel vom elementarpädagogischen in den schulischen Bildungssektor.

Das Projekt „Brückenjahr“ habe im Emsland „für ein positives Bauchgefühl einiger Tausend Kinder gesorgt“, freute sich der Erste Kreisrat. Maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt gewesen seien die Beratungsteams. Er dankte deshalb den Fachkräften Vera Schimmöller, Anita Deters, Reinhard Gehling und Susanne Schmidt-Barlage für die fachliche Begleitung.

Der Schuldezernent plädierte abschließend dafür, die gewonnenen Erkenntnisse auch nach Ende des Projektzeitraums weiterzuentwickeln und an neue Standorte weiterzugeben. Dies war auch der Appell von Dr. Herbert Asselmeyer von der Universität Hildesheim. Der Fachmann für angewandte Organisationspädagogik beglückwünschte zu den erreichten Ergebnissen, forderte aber auch dazu auf, in dem Bemühen nicht nachzulassen.

„Wie gelingt es uns, das Interesse eines Kindes zu entdecken und zu fördern?“, formulierte Asselmeyer in seinem engagierten Vortrag die nach seiner Auffassung größte pädagogische Herausforderung. Die „Bildungslandschaft Emsland“ sei auf einem guten Weg, dürfe die „Brückenjahr-Kinder aber nun nicht allein lassen“. Es gelte, nicht nur den Übergang von der Kita in die Grundschule, sondern auch die Phase zwischen Grundschule und weiterführenden Bildungssystemen, den Wechsel in den Beruf, den Wiedereinstieg und die Einbindung von Senioren in den Blick zu nehmen, beschrieb Asselmeyer einen lebensumspannenden Staffellauf. Den Stab – und damit das Heft des Handelns – haben die Erzieher und Pädagogen in der Hand. Sie begrüßten die Erklärung von Martina Wandelt aus dem Kultusministerium, auch nach Beendigung des Projekts das Budget für Fortbildungen beizubehalten und an der Struktur der Beratungsteams festzuhalten.


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