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Gymnasium Papenburg Gastgeber des Europatags für junge Leute
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Autor: Klaus Dieckmann 16. Mai 2011 17:42 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Eine von zehn Schulen in Deutschland

Gymnasium Papenburg Gastgeber des Europatags für junge Leute

kd Papenburg. Zukunftsideen junger Leute in Europa, der Euro vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise, Lohn- und Arbeitsplatzstandards in der EU, die Zukunft Deutschlands in Europa – unter diesen Überschriften standen Themenkreise beim gestrigen Europatag am Gymnasium Papenburg. Die Bildungsstätte war als eine von bundesweit zehn Schulen als Gastgeber für den 16. Europatag für junge Leute des Instituts für europäische Zusammenarbeit und internationale Partnerschaften (IPZ) mit Sitz in Bonn ausgewählt worden.

 
Europapuzzle: Unser Bild zeigt (von links) Florian Feimann, Schülervertreter des Gymnasiums Papenburg, Bernhard Schaub, Koordinator des Europatags, Schülervertreterin Alexandra Münster vom Gymnasium Dörpen, Norbert Lamkemeyer, Leiter des Gymnasiums Papenburg, die Bundestagsabgeordneten Hans-Michael Goldmann (FDP) und Thilo Hoppe (Grüne) sowie Bürgermeister Jan Peter Bechtluft. Foto: Klaus Dieckmann  Vergrößern

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Workshops, Gesprächsrunden und eine Podiumsdiskussion bildeten Elemente des gut vierstündigen Programms. Als Gesprächspartner waren der Einladung zum Europatag Björn Thümler, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, aus Brake, die Bundestagsabgeordneten Thilo Hoppe (Bündnis 90/Die Grünen) aus Aurich und Hans-Michael Goldmann (FDP) aus Aschendorf, Birgit Kemmer, stellvertretende Landesvorsitzende der Grünen, aus Lingen sowie Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) gefolgt. Beteiligt an der Veranstaltung, die unter dem Motto „Europa ist deine Zukunft, Europa gelingt gemeinsam“ stand, waren gut 140 Schüler des Jahrgangs zehn der Gymnasien Dörpen und Papenburg.

Zum Auftakt verwiesen Schulleiter Norbert Lamkemeyer sowie Schülerinnen und Schüler auf die vielfältigen internationalen Verbindungen des Gymnasiums. Partnerschaftliche Verbindungen würden nach Frankreich, England, in die Niederlande sowie nach Finnland gepflegt. Darüber hinaus weilten unter dem Aspekt der Entwicklung und Förderung interkultureller Kompetenz Gymnasiasten aus Papenburg zu längeren Aufenthalten im Ausland. Gleichzeitig besuchten im Gegenzug Gastschüler beispielsweise aus den USA, Mexiko und Estland die Papenburger Schule.

Schüleraustausch

Der Schüleraustausch zeige auf, wie unterschiedlich die Länder in Europa doch seien, gab eine Schülerin ihre Eindrücke wieder. Der Besuch in einer Gastfamilie im Ausland sei ein „großartiges Erlebnis“. Eine andere Schülerin fügte an, dass die Begegnung auch einen Beitrag dazu leiste „Grenzen und Vorurteile abzubauen“.

In der Podiumsdiskussion brachen die Politiker übereinstimmend eine Lanze für ein gemeinsames Europa auch als wichtigem Element für die Zukunft der Jugend in den beteiligten Staaten. Einem Ausscheren einzelner Länder von der gemeinsamen Linie – wie aktuell von Dänemark durch die Eiführung von Grenzkontrollen praktiziert – wurde eine klare Absage erteilt. Thümler: „Europa kann seine Probleme nur gemeinsam im Konzert der 27 Staaten lösen.“ Und Goldmann ergänzte, dass die dänische Haltung schon einer „Abschottung“ des Landes gleichkomme.

Zur Position Deutschlands in der EU war man sich einig, dass der Bundesrepublik durchaus eine „besondere Rolle“ in Europa zukomme, mit bedingt durch die zentrale Lage, die Einwohnerzahl mit über 80 Millionen Menschen, aber auch durch die wirtschaftliche Stärke. Vor diesem Hintergrund vertrat Hoppe die Ansicht, dass Deutschland durchaus auch eine „Vorreiterrolle“ bei bestimmten zentralen Anliegen übernehmen solle. Der Grünen-Politiker führte als Beispiel den Vorstoß der Bundesrepublik bei der Umweltpolitik nach der Atomkata-strophe in Japan an.

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