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Stadt Meppen überaltert
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Quelle: Meppener Tagespost 11. Mai 2011 16:57 Uhr

Chancen zur „Verdichtung“

Stadt Meppen überaltert

Meppen. Nach dem Konzept zur Stadtentwicklungs müsste die Stadt Meppen in den kommenden 15 Jahren noch 45 bis 64 Hektar weitere Wohnbauflächen ausweisen. Dabei gibt es jetzt noch im Stadtgebiet 120 freie Bauplätze und in den Ortsteilen weitere 60 Bauplätze.

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Diplom-Geografin Claudia Reichenbach stellte in einer Sitzung des Planungs- und Bauausschusses das Ergebnis der NWP Planungsgesellschaft mbH aus Oldenburg vor. Dabei weist sie auch darauf hin, dass es in vielen Stadtgebieten noch Chancen der „Verdichtung“ gibt. Dies gelte zum Beispiel für gleich mehrere Grundstücke und Flächen in Esterfeld. Aber auch durch das Sanierungsareal im Bereich des Alten Hafens ergäben sich gute Chancen. Insgesamt lebten in der Kernstadt etwa 70 Prozent der Meppener Bevölkerung. Auch mit Blick auf den demografischen Wandel müssten mehr Wohneinheiten für Ein- und Zweipersonenhaushalte geschaffen werden, diese müssten teilweise auch behindertengerecht und barrierefrei sein. Aber auch kleine Grundstücke (250 qm) für Wohnhäuser unter 100 qm Fläche seien zukunftsweisend.

Zugleich warnte sie vor einer Vergreisung der Bevölkerung in Meppen. Auch wenn die Einwohnerzahl relativ stabil sei und bleibe, werde die Prozentzahl der Kinder (unter 18 Jahren) bis 2025 von derzeit 25 auf 15,8 Prozent sinken. Das sei selbst im Landesvergleich ein schlechter Wert. „Sie brauchen mehr junge Familien“, sagte die Expertin.

Insgesamt fordert das Planungsbüro, dass die „primäre Entwicklung“ der Kreisstadt im Kernbereich stattfindet. Die Ortsteile sollen sich in bestimmten Funktionen (Schule, Kindergarten Einkauf) gegenseitig ergänzen und stärken. Insgesamt gelte es, ein Versorgungsnetz auch außerhalb der Kernstadt aufrechtzuerhalten.

Für die CDU forderte Klaus Steinl, dass sich jeder Ortsteil weiterentwickeln soll. Bürgermeister Jan Erik Bohling bilanzierte: „Die Studie zeigt, dass wir in den Ortsteilen preisgünstige Grundstücke von 40 bis 70 Euro pro Quadratmeter gerade für junge Familien brauchen.“ Unterdessen warnte Maria Feige-Osmers (Grüne) davor, „noch mehr in die Landschaft einzugreifen“.

Einstimmig votierten die Stadtratsmitglieder für den Ausbau des Friedhofs in Bokeloh. So soll der Friedhof zum einen vergrößert und die Kapelle erweitert und saniert werden. Leo Leigers forderte zudem einen behindertengerechten Weg vom Friedhof zur Kirche.

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