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Aschendorfer Ortsbürgermeister fordert Korrektur des Einzelhandelsgutachtens
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Aschendorfer Ortsbürgermeister fordert Korrektur des Einzelhandelsgutachtens
Aschendorfer Ortsbürgermeister fordert Korrektur des Einzelhandelsgutachtens
Aschendorf. Der Aschendorfer Ortsbürgermeister und stellvertretende Bürgermeister von Papenburg, Hans-Michael Goldmann, fordert eine Korrektur der Ergebnisse des von der Stadt in Auftrag gegebenen Einzelhandelsgutachtens für Papenburg. In einer Pressemitteilung kritisiert er außerdem die Gutachter sowie Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU).
„Einzig richtig ist das Zentrenkonzept, welches eine Stärkung der Einzelhandelsbereiche am Untenende und am Obenende vorsieht und diese durch Abwehrmaßnahmen gegenüber großflächigen Neuansiedlungen außerhalb der Zentrenbereiche stärkt“, schreibt Goldmann. Die einzelhandelsrelevante Sortimentsliste mit Richtlinienwirkung als Gesetzescharakter sei für Papenburg ungeeignet. „Wir dürfen nicht vorschreiben, was ein Einzelhändler in seinem Geschäft verkaufen darf. Deshalb lehne ich die Sortimentsliste ab“, so Goldmann.
In Aschendorf stelle sich die Situation des Einkaufs abweichend von der am Oben- beziehungsweise Untenende dar. „Der Regeleinkauf für nah und fern findet vorrangig nicht in der Großen Straße statt, sondern am Standort Rheder Straße, durch einen Hochleistungsfachmarkt und durch großflächigen zentren- und nahversorgungsrelevanten Einzelhandel. Diese Tatsache wird seitens der Verwaltung und des Gutachters ignoriert.“
Erfreulich sei, dass es in der Großen Straße sehr gute Fachgeschäfte gebe. Dieser Bereich müsse in seiner vielfältigen Funktionsmischung Handel, Dienstleistung, Gastronomie, Wohnen und Kultur gestärkt werden. Aber auch der Einkaufsbereich Rheder Straße müsse die Chance zur Weiterentwicklung bekommen. „Auf beide Herausforderungen gibt das Gutachten keine Antworten“, moniert Goldmann.
Er wolle weder die „Große Straße totmachen“, wie Bechtluft in der Sitzung des Aschendorfer Ortsrates geglaubt habe, noch die Große Straße zugunsten weiterer Einzelhandelsflächen an der Rheder Straße opfern, wie Carita Pech von der Gutachter-Firma CIMA (Lübeck) gewarnt habe. Genau das Gegenteil sei der Fall. Goldmann: „Ich will die Innenstadt und ganz speziell die Große Straße in Verbindung mit dem Alten Marktplatz und dem Kirchplatz zum Einkaufs-, Begegnungs-, Erlebnisraum – kurz – zum Lebensraum machen.“
Das derzeitige Verkehrsaufkommen stehe einer solchen Perspektive total entgegen. „Der Durchgangsverkehr muss raus. Die Große Straße, der Alte Marktplatz, aber auch die Kolpingstraße sind als verkehrsberuhigter Bereich auszuschildern.“ Nicht als Spielstraße, wie er verfälschend in der Ortsratssitzung gesagt habe, sondern zu einer menschenfreundlichen Stadtmitte in Aschendorf. Alles, was die Bürger in die Stadtmitte ziehen könne, wie beispielsweise Möglichkeiten zur Jugendbegegnung, die Nebenstelle der Stadtverwaltung oder auch ein Polizeistützpunkt, müsse auch mit städtischer Unterstützung angesiedelt werden, fordert Goldmann.
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