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Startpfiff für den Musikexpress
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Autor: Stefanie Hiekmann 06. Mai 2011 17:45 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Dank einer Projektförderung der Stadt kann Angelika Walter jetzt loslegen

Startpfiff für den Musikexpress

Osnabrück. Gute Nachrichten für alle Kunst- und Kulturfreunde: Der „Musikexpress“ nimmt nach jahrelanger Pause endlich wieder Fahrt auf.

 
In wenigen Wochen wird sich die Künstlerin Angelika Walter wieder an ihr Lieblingsprojekt machen. Der Musikexpress an der Limberger Straße bekommt eine zweite Seite – und wird wieder zum sommerlichen Freiluft-Atelier. Foto: Stefanie Hiekmann  Vergrößern

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Fast ein Vierteljahrhundert ziert das 90 Meter lange Wandbild von Angelika Walter schon die Eisenbahnbrücke an der Limberger Straße im Stadtteil Wüste nahe der Kleingartenanlage „Deutsche Scholle“. Von Anfang an habe festgestanden, dass auch die gegenüberliegende Wandseite eines Tages Teil des „Musikexpresses“ werden solle, sagt die Osnabrücker Künstlerin. Dank einer Projektförderung des Kulturamts der Stadt Osnabrück kann es bereits in wenigen Wochen losgehen.

Und das, obwohl es zunächst gar nicht so gut aussah: Anfang des Jahres hatte Angelika Walter einen Spendenaufruf gestartet, mit dessen Erlös der zweite Teil des Projekts in Angriff genommen werden sollte. Auf einer speziellen Internetseite für die Förderung von Kunstprojekten, einer sogenannten „Crowdfunding“-Plattform, hatte sie ihre Entwürfe präsentiert. Doch es habe sich schnell abgezeichnet, dass dieser Weg nicht funktioniert: „Der Spendenweg über das Portal hat sich als ziemlich kompliziert herausgestellt und deshalb wohl viele abgeschreckt.“

Ihr Wunsch, dem „Musikexpress“ eine zweite Seite zu verpassen, eine, die die Innenansicht aus dem Zug nach draußen präsentiert, wurde durch den Misserfolg jedoch keineswegs geschmälert. „Ich habe nach anderen Wegen gesucht und mich an die Stadt gewendet“, sagt Walter.

Und siehe da: Es hat sich gelohnt. 3000 Euro bekommt sie nun als Projektförderung für den zweiten Teil des Fantasiezugs. „Damit kann ich auf jeden Fall erst mal anfangen, das ist super“, freut sich die Osnabrücker Berufskünstlerin.

Von dem Geld werde sie unter anderem einen Maler bezahlen, der zunächst zum Großreinemachen kommt. Der Untergrund der zweiten (noch von Graffiti gekennzeichneten) Wandseite muss tragfähig gemacht werden: Risse werden ausgebessert und eine Grundierung wird geschaffen. Kosten sparen kann Angelika Walter dank der Unterstützung der Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Mitte: „Sie haben zugesagt, dass sie die Fläche vor dem Maler reinigen werden.“

Ende Juni wird dann schätzungsweise alles so weit sein, dass die Künstlerin selbst mit Farbe und Pinsel loslegen kann. „Ich hoffe natürlich, dass es wie in den anderen Jahren wieder viele Besucher geben wird“, sagt sie. Für alle, die nicht dabei waren: Sowohl bei der Entstehung des „Musikexpresses“ 1986 wie auch bei den Reparaturen 1994 und 2004 haben sich die Arbeiten unter der Brücke immer wieder zu einem Kunst- und Kulturtreff entwickelt. „Der soll unbedingt wieder belebt werden“, sagt Angelika Walter.

Und das möglichst auch noch in den nächsten Sommern, in denen sie nach und nach die zweite Seite fertigstellen würde. Dafür sind weiterhin Spenden gefragt, die nun auf ein Konto eingezahlt werden können, das die Bürgerstiftung Osnabrück zur Verfügung stellt. Auf Wunsch können auch Spendenquittungen ausgestellt werden. Informationen gibt Angelika Walter unter Tel. 0541/82515.

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