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Experte: Durch das neue Einkaufszentrum MEP sprudeln zusätzlich 32,6 Millionen Euro in die Kassen des Einzelhandels
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Experte: Durch das neue Einkaufszentrum MEP sprudeln zusätzlich 32,6 Millionen Euro in die Kassen des Einzelhandels
Experte: Durch das neue Einkaufszentrum MEP sprudeln zusätzlich 32,6 Millionen Euro in die Kassen des Einzelhandels
Meppen. Mit dem neuen Einkaufszentrum MEP wird die Meppener Innenstadt ihren jährlichen Umsatz im Einzelhandel um geschätzte 32,6 Millionen Euro auf 91,6 Millionen Euro erhöhen. Diese Prognose hat DiplomKaufmann Jörg Lehnerdt in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses der Stadt abgegeben.
Der Experte der BBE Handelsberatung GmbH aus Köln analysierte in seinem Gutachten die Auswirkungen, die der Bau der MEP in der Bahnhofstraße (Fertigstellung Herbst 2012) haben wird. Geplant seien 34 Ladenlokale auf einer Verkaufsfläche von 12300 Quadratmetern sowie weitere 1000 qm für die Gastronomie. Zu den Ankermietern gehörten ein Supermarkt, ein Großanbieter von Unterhaltungselektronik, ein Drogeriemarkt sowie ein Warenhaus.
Im „Optimalfall“ würde die MEP einen Jahresumsatz von 48 Millionen Euro erzielen. Großverdiener seien Geschäfte für Bekleidung/Schuhe/Sportartikel (18,4 Millionen Euro) sowie Elektrowaren/Telekommunikation (12 Millionen Euro). Bisher erziele die Innenstadt mit einer Verkaufsgesamtfläche von 29230 qm einen geschätzten Jahresumsatz von 73,1 Millionen Euro. Der Umsatz im gesamten Stadtbereich summiere sich sogar auf 248 Millionen Euro. In seiner Auswirkungsanalyse kommt er zum Urteil, dass „das Mittelzentrum mit der MEP nicht über das Einzugsgebiet hinaus wirkt, das Meppen nach Vorgaben des Niedersächsischen Landesraumordnungsprogramms zusteht“.
Gerade bei dem Elektro- und Telekommunikationssektor geht Meppen „einen großen Schritt nach vorne“. Behrendt sagte mit Blick auf die Käuferabwanderungen nach Lingen wörtlich: „Sie haben dann auch eine Lookentorpassage.“ Gleichwohl werde es auch innerhalb der Stadt einen Umverteilungsprozess geben. So würde die MEP Kaufkraft in einer Größenordnung von 15 Millionen Euro aus der Innenstadt abziehen. Im Gegenzug könnten jedoch auch die Läden am Markt von der Magnetwirkung der MEP profitieren. So würden aus den umliegenden Grundzentren sowie aus den Niederlanden zusätzliche Kunden angelockt. Allein 9,3 Millionen Euro Kaufkraft würde Meppen aus Lingen abziehen.
Für Klaus Steinl (CDU) steht damit fest, dass „unsere Kaufleute keine Angst haben müssen, dass sie durch die MEP an die Wand gedrückt werden“. Hubert Höning (UWG) ist überzeugt, dass beide Zentren von einem gemeinsamen Marketingkonzept profitieren könnten. In diesem Zusammenhang nannte Lehnerdt den Brückenübergang „verbesserungswürdig“.
Attraktive Einkaufsstadt
Bernd Kaiser (SPD) erinnerte an die Widerstände in Leer gegen eine große Einkaufspassage. Er befürchtet, dass die Grundzentren „Federn lassen“. Lehnerdt erwiderte, die MEP bedeute ein „Stück Normalisierung“ gegenüber Lingen. Auch die großen Bekleidungsanbieter in Haselünne seien für ein Grundzentrum nicht üblich. Bürgermeister Jan-Erik Bohling ergänzte: „Wir wollen als Mittelzentrum Kaufkraft binden und unsere Einkaufsstadt attraktiv gestalten.“
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