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Niederlande planen Atomkraftwerk an der Emsmündung - Reichsregierung will Reaktor in Eemshaven bauen lassen
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Niederlande planen Atomkraftwerk an der Emsmündung - Reichsregierung will Reaktor in Eemshaven bauen lassen
Niederlande planen Atomkraftwerk an der Emsmündung - Reichsregierung will Reaktor in Eemshaven bauen lassen
Eemshaven. Die niederländische Regierung hält an der Option fest, in Eemshaven an der Emsmündung ein Atomkraftwerk zu bauen. Dies hat der Minister für Wirtschaft, Landwirtschaft und Innovation, Maxine Verhagen, in einem Brief an das Parlament bestätigt, meldet die niederländische Zeitung Dagblad van het Noorden.
Zwar haben die Regierung und das Parlament der Provinz Groningen sich gegen einen Atomkraftwerksbau ausgesprochen (wir berichteten), aber dies hat keine bindende Wirkung. Die niederländische Reichsregierung hatte beschlossen, zwei neue Atomkraftwerksblöcke bauen zu lassen, um den Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid zu senken. Favorisiert wurde Borssele, wo der einzige nukleare Stromerzeuger des Landes steht.
Jetzt habe sich gezeigt, dass die dortige Kühlwasserkapazität anscheinend nur für zwei Kraftwerksblöcke reicht. Das geplante zweite Atomkraftwerk müsse deshalb an einem anderen Standort entstehen, und dafür bleibe Eemshaven im Gespräch, argumentiert Verhagen. Als weiterer möglicher Standort ist das Industrie- und Hafengebiet Maasvlakte bei Rotterdam benannt.
Der Regierung liegen Bauanträge von zwei Betreibern vor; es geht also um mehr als nur um Planspiele. In Eemshaven sind derzeit zwei Großkraftwerke im Bau, die beide mit Gas betrieben werden sollen. Für ein drittes Gaskraftwerk läuft das Planfeststellungsverfahren.
Energieangebot am Hafen
In Betrieb ist bereits das Stromkabel durch die Nordsee nach Norwegen, durch das Energie zu den dortigen Pumpspeicherkraftwerken geleitet werden kann und bei Bedarf wieder zurückfließt. Geplant ist auch ein Windpark in der Nordsee im Anschluss an die Anlagen nördlich von Borkum. Das Energieangebot am Hafen hat bereits zur Ansiedlung von einer Reihe von Industriebetrieben geführt. Zudem ist der niederländische Stromnetzbetreiber Tennet am Bau einer Höchstspannungsleitung von der Emsmündung durch das Emsland zum Niederrhein beteiligt.
Das Festhalten der Option für das Atomkraftwerk bedeutet für den Hafenbetreiber Groningen Seaports und die Provinz, das sie nichts planen oder unternehmen darf, was den Bau behindern könnte.
Es gibt nur ein Zugeständnis des christdemokratischen Ministers wegen der Atomkatastrophe in Japan. Bei den Planungen soll noch mehr Wert auf Sicherheit gelegt werden.
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