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Oldtimer-Treffen am Museum Industriekultur
Osnabrück. Als das Modell in den Siebzigerjahren in Deutschland auf den Markt gekommen sei, habe es zunächst die Rote Karte vom TÜV gegeben: Eine Frontpartie einschließlich Nummernschild hinter Glas hätten die Prüfer nicht genehmigen wollen, berichtete Jochen Timmermeister. Mittlerweile ist sein Citroën SM eine echte Rarität, die er am Ostermontag beim Oldtimertreffen präsentierte.
Mittlerweile schon traditionell lädt die Oldtimer-IG (Interessengemeinschaft) Osnabrück zum Schaulaufen auf das Gelände des Museums Industriekultur ein. Hier zeigen die Liebhaber echter Auto-Raritäten, was sie im Winter neu angeschafft oder restauriert haben. „Oldtimer liegen im Trend“, freut sich der IG-Vorsitzende Wolfgang Schulz über die große Resonanz. Rund 100 Youngtimer (Mindestalter: 20 Jahre) und Oldtimer gibt es zu bewundern.
Schulz und seine Ehefrau Bärbel sind mit zwei Autos vor Ort: Bärbel Schulz parkt einen Fiat 600 D, Baujahr 1965, ein. Ihr Mann fährt hingegen mit einem MG PA Sports vor – einem 77 Jahre alter Rennsportwagen, den der IG-Vorsitzende auch für Oldtimerrennen nutze. „Das ist Auto fahren pur“, sagt Schulz über den Roadster, für den auch die Brooklands-Scheiben (eine besonders kleine Windschutzscheibe) und das unsynchronisierte Getriebe typisch sind. Letzteres bedeutet, dass der Fahrer beim Hoch- und Runterschalten Zwischengas geben muss. Für Schulz steht fest, dass ein Auto – und sei es ein noch so besonderer Oldtimer – bewegt werden müsse. „Ich gehöre nicht zur Q-Tips-Fraktion“, sagt er. Soll heißen: Sein Fahrzeug wird nicht in Watte gepackt. Das gilt auch für Jochen Timmermeister, der sich mit der Anschaffung eines Citroën SM einen Wunsch erfüllt habe. „Mich fasziniert das Design“, sagt der Osnabrücker über das französische Sportcoupé. Bei Oldtimern sei jedes Modell absolut unverwechselbar gewesen, sagt der Autofan, der die Leidenschaft mit seinem Sohn André teilt. Bei dem Citroën fällt zudem auf, dass er schon damals mit Lenkscheinwerfern und moderner Federung sowie mit einem Maserati-Motor ausgerüstet war.
Das Museum Industriekultur ist jeden ersten Sonntag im Monat „Stammtisch“ für Oldtimer-Freunde. Derzeit liegt die historische Ausfahrt der IG brach: Die Mitglieder suchen Sponsoren, um diese Veranstaltung wieder in das Jahresprogramm aufnehmen zu können.
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