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Mit Kraft und Gefühl zu „Full Pull“ - Hunteburger Trecker-Treck
Hunteburg/Dielingen. Traktoren, so weit das Auge reicht, breite Reifen, schwarze Rauchwolken, ein Höllenlärm von Motoren und Menschenmassen – das sind die Erkennungszeichen des Trecker-Trecks.
Am Sonntag führte der Alttraktorenverein Hunteburg diese Veranstaltung auf dem Hof Engfer in Dielingen durch und lockte damit zahlreiche Besucher an.
Beim Trecker-Treck oder auch Tractorpulling geht es darum, mit einem Schlepper einen Bremswagen über eine möglichst weite Strecke zu ziehen. Mit zunehmender Strecke wird beim angehängten Bremswagen ein Schiebegewicht immer weiter nach vorne gebracht, sodass die Zuglast immer größer wird. Schafft es der Schlepper, die Strecke von 100 Metern zurückzulegen, so spricht man von „Full-Pull“. Entscheidend für eine möglichst weite Zugstrecke ist das ausgewogene Zusammenspiel von Reifenprofil, Reifendruck, Reifenbreite, Gewichtsverteilung, Motorleistung und auch fahrerischem Können.
Gestartet wurde in der Bauernklasse mit herkömmlichen Ackerschleppern und in der Sportklasse mit eigens für Wettkämpfe getunten Traktoren mit gewaltiger Leistung. In beiden Klassen gab es Staffelungen nach dem Gewicht.
Am Nachmittag gab Cheforganisator Stefan Meyerding einen kurzen Zwischenstand: „Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden und werden heute rund 250 Züge absolvieren. Einige Teilnehmer kommen sogar aus Schleswig-Holstein und dem Ruhrgebiet.“
Besonders stolz waren die Hunteburger Alttraktorenfreunde darauf, dass es erstmals gelang, auch in Dielingen Qualifizierungsläufe im Rahmen der Deutschen-Trecker-Treck-Organisation (DTTO) durchzuführen. Die Hunteburger hatten sich in den letzten Jahren einen guten Ruf erarbeitet, sodass nun Dielingen Austragungsort offizieller Wertungsläufe werden konnte.
„Gemäß DTTO-Richtlinien gelten hohe Anforderungen an die Platzgestaltung, die letztlich auch der Sicherheit der Zuschauer und Fahrer dienen. Aber ohne die tatkräftige Unterstützung der rund 70 Vereinsmitglieder, Partner und Arbeitskollegen bei der Vorbereitung und Durchführung wäre das nicht zu schaffen gewesen“, erläuterte Meyer.
Gegen 18 Uhr erwartete die Besucher noch ein besonderer Höhepunkt: die zwei Raketenschlepper Kirowitz von Daniel und Hans Willmann traten an. Daniel Willmann hatte den Schlepper K 701 erst vor wenigen Tagen ans Laufen gebracht. Es wurde ein V-12-Panzermotor mit 27 Liter Hubraum und 600 PS Leistung eingebaut. Sie schafften zwar nicht einen Full-Pull, aber immerhin fast 80 Meter.
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