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Hunteburg: Adebar in den Flitterwochen
Bohmte/Bad Essen. Die Sonne scheint, der Sommer ist nah; nun sind auch wir Störche wieder da. So dichtete Wilhelm Hey vor mehr als 160 Jahren.
Das Warten auf Meister Adebar hat sich auch in Bohmte-Hunteburg gelohnt. Nachdem bereits Mitte März ein erster Rotschnabel auf dem Horst bei Familie Bick in Schwege Quartier bezogen hatte, trudelte vor wenigen Tagen der zweite Weißstorch ein. Der tierischen Hochzeit stand nichts mehr im Wege.
Mit lautem Klappern wurde der Artgenosse vom Horstbesetzer empfangen. Ein gutes Zeichen dafür, dass man sich mag. Gemeinsam wurde Nistmaterial herangeflogen.
Zurzeit befinden sich die Rotschnäbel aus Hunteburg in den Flitterwochen. Immer wieder kam man die eleganten Segelflieger ihre Kreise ziehen sehen oder beim Tretakt beobachten. Es wird so wohl noch ein bis zwei Wochen dauern, bis die Storchendame Eier legt und mit dem Brutgeschäft beginnt. Im vergangenen Jahr waren in Hunteburg drei Jungstörche geschlüpft. Zu früh, wie sich wenig später herausstellen sollte. Zwei Jungstörche starben an Unterkühlung. Ein Jungstorch hatte den Flug in die weite Welt geschafft und kommt hoffentlich in einigen Jahren, wenn er geschlechtsreif ist, zurück ins Osnabrücker Storchenland, um seinerseits wieder für Storchennachwuchs zu sorgen.
Wenn alles reibungslos abläuft, dann können sich die Storchenfreunde Mitte Mai auf Storchennachwuchs freuen, zumal auch drei weitere Horste in der Gemeinde Bad Essen besetzt sind. Auch dort wird mit Spannung erwartet, wann die ersten kleinen Störche schlüpfen.
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