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Projekt statt Ratssitzung für die Jugendin Bramsche
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Autor: Heiner Beinke 13. April 2011 18:23 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Begleitung der Kommunalpolitik:

Projekt statt Ratssitzung für die Jugendin Bramsche

be Bramsche. Aufgrund des großen Erfolges soll das Projekt „Schüler in die Kommunalpolitik“ ausgeweitet werden. Der Jugendstadtrat, wie ihn zuletzt die Bramscher Jusos gefordert haben, wird daher voraussichtlich zurückgestellt.

 
Einblicke in die Bramscher Lokalpolitik erhielten die Jugendlichen im Rahmen des Projekts „Schüler in die Kommunalpolitik“, hier bei der Abschlussbesprechung im Sitzungssaal des Rathauses. Foto: Heiner Beinke  Vergrößern

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Diese Tendenz zeichnet sich nach der Sitzung der SPD-Stadtratsfraktion am Dienstagabend ab. Der Juso-Antrag sei zwar „nicht so ganz vom Tisch“, aber es gehe jetzt erst einmal darum, den Schulen zu signalisieren, dass die jetzige Form der Begleitung von Kommunalpolitik durch die Schulen ausgeweitet werden soll, sagte Ute Severit-Wobker, die die Fraktionssitzung geleitet hatte. Auch die Jusos könnten das mittragen: „Denen geht es vor allem darum, junge Leute mit einzubeziehen.“ Das Projekt „Schüler in die Kommunalpolitik“ haben alle im Rat vertretenen Parteien unterstützt.

Zuvor schon hatten sich unter der Leitung des Ersten Stadtrats Ulrich Willems Vertreter der Parteien, die verantwortlichen Lehrer der weiterführenden Schulen und die beteiligten Mitarbeiter der Verwaltung getroffen, um das abgeschlossene Projekt auszuwerten. Wie berichtet, hatten da erstmals 65 Schüler die Debatten im Rat, in den Ausschüssen und in den Fraktionen von der Einbringung des Haushaltes bis zur Verabschiedung verfolgt.

Das Fazit sei „sehr, sehr positiv“ ausgefallen, fasste Willems das Gespräch zusammen. Deshalb sei auch angedacht, die Aktion bei einer Wiederholung zeitlich noch auszudehnen. Wünschenswert sei die Einrichtung einer anerkannten Arbeitsgemeinschaft, in der die Schüler ein halbes Jahr lang die Kommunalpolitik verfolgen sollen. Dazu gehöre aber auch ein Unterrichtskonzept, das alle Schulen mittragen müssten, betonte Willems. Das sei dann schon „ein Stück Politikunterricht“, den die Schulen auch leisten können müssten. Deshalb könnten das auch nur die Schulen selbst entscheiden. Das Gymnasium habe immerhin schon Zustimmung signalisiert.

Das nächste Projekt ist für das zweite Halbjahr im Schuljahr 2011/2012 ins Auge gefasst. Das bedeutet, dass sich dann schon der neue, in diesem September zu wählende Rat mit den Schülern beschäftigt. Es bedeutet aber auch, dass im Kommunalwahlkampf, wie von allen Seiten gewünscht, kein Projekt stattfindet.

Dass auch den Teilnehmern das Projekt gut gefallen hat, belegt die Auswertung der Fragebögen, die die Schüler bei der Abschlussbesprechung abgegeben haben. 71 Prozent von ihnen gaben an, dass es ihnen nun leichter falle, ins Rathaus zu gehen. Dass eine pädagogische Begleitung sein muss, wurde ebenfalls deutlich: 75 Prozent gaben an, sie hätten bei Ratssitzungen „am wenigsten verstanden“. Dazu waren die Treffen mit allen Schülern deutlich hilfreicher: 47 Prozent gaben an, dabei hätten sie „am meisten verstanden“.



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