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Erstklässler der Hüggelschule verfolgen, wie Hühner in ihrem Klassenraum schlüpfen
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Quelle: bar/Neue Osnabrücker Zeitung 12. April 2011 16:39 Uhr

Kuck mal, noch ein Küken

Erstklässler der Hüggelschule verfolgen, wie Hühner in ihrem Klassenraum schlüpfen

Hasbergen. Comic-Helden und Filmgrößen haben im Augenblick in der Hüggelschule von Hasbergen keine Chance. Die Stars der drei ersten Klassen sind zurzeit unbestreitbar Küken, frisch geschlüpft und noch ein wenig tapsig von den Anstrengungen, sich aus der Eischale zu befreien. Passend zur Osterzeit heißt die Unterrichtseinheit in Hasbergens Grundschule „Vom Ei zum Küken“. Zu diesem Thema wird ausgiebig fächerübergreifend gemalt, gelesen, geschrieben und gebastelt.

 
Da schlüpft wieder eines! Erstklässlerinnen schauen in der Hüggelschule Küken beim Schlüpfen zu. Foto: Jörn Martens  Vergrößern

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Nicola Düring, Kerstin Kasselmann und Hannelore Meyer, die Lehrerinnen der drei ersten Klassen, haben augenblicklich wenig Mühe, Konzentration und Lerneifer ihrer Schutzbefohlenen hochzuhalten. Hautnah am Geschehen verfolgen die Erstklässler derzeit ein Wunder der Natur: die Entstehung neuen Lebens. Mitten im Klassenraum steht der Brutkasten, abgedeckt mit einem Drahtgeflecht, um die frisch geschlüpften Küken warm zu halten. Der Boden ist bedeckt mit verklebten Eischalen. Hier stößt ein vorwitziges Küken seinen Schnabel durch die Schale, dort bricht ein Ei auseinander, und ein Küken bahnt sich den Weg ins Leben. „Es ist deutlich zu sehen, welche Schwerstarbeit die kleinen Lebewesen vollbringen müssen“, sagt Finn, „und hat es das Ei erst einmal geknackt, muss es sich ausruhen.“

Wie wichtig Wärme und Feuchtigkeit für die Küken gerade in den ersten Tagen sind, brauchte Andreas Ostendorf vom hiesigen Geflügelzuchtverein nur einmal zu erklären – die Kinder werden die Gründe nie wieder vergessen: „Die Wärme im Brutkasten ersetzt die angenehme Temperatur, die eine Henne besitzt, wenn sie in der freien Natur die Küken unter ihrem Federkleid sammelt“, berichtet Marrit. Mitschülerin Sofi weiß inzwischen auch, warum Feuchtigkeit lebenswichtig ist: „Wenn die nicht wäre, würden die Küken an den klebrigen Eischalen festkleben.“

Und auch das gehört zum modernen Unterricht: Immer wieder kommen einzelne Kinder nach vorn, mucksmäuschenstill treten sie an den Brutkasten, ihre Kameras im Anschlag. Ihre Begründung klingt einleuchtend: „Wir müssen doch die einzelnen Phasen des Schlüpfens festhalten, damit wir unseren Familien heute Mittag alles erklären können.“ Noch einmal wird Andreas Ostendorf die Kinder besuchen. Dann will er auch mit ihnen das Rätsel lösen, was die Farbe der Eier bestimmt. Nur das eine wissen die Erstklässler aus dem gemeinsamen Gespräch bislang: Die Farbe der Hennen ist nicht verantwortlich für braune oder beigefarbene Eier ...

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