·
Digitalabo·
Shop·
Tippspiel
Die Meister des Pro und Kontra
Osnabrück. Mit Referate-Halten haben sie keine Probleme: die Mitglieder des Osnabrücker Debattierclubs. Wer wissen will, wie man andere in Grund und Boden quatscht, sollte am Sonntag, 17. April, um 14 Uhr ins Blue Note kommen. Denn dort richtet der Osnabrücker Debattierclub die norddeutsche Meisterschaft aus.
Seit gut zwei Jahren gibt es an der Uni Osnabrück einen Debattierclub. Jeden Dienstag kommen die 35 Mitglieder zusammen, um sich als „Regierung“ und „Opposition“ gegenüberzustehen. Unterstützt werden die Studenten dabei von Dr. Christoph Busch von der rechtswissenschaftlichen Fakultät.
Das Ganze geht so: „Man weiß vorher nie, über welches Thema man debattiert“, erklärt Psychologiestudent und Debattierclub-Präsident Gerrit Haare. Darüber wird erst beim Treffen selbst abgestimmt. Das Los entscheidet dann, auf welcher Seite man steht: pro oder kontra. „Da kann es schon mal vorkommen, dass man plötzlich einen Standpunkt vertreten muss, der der eigenen Meinung völlig widerspricht“, sagt Kevin Nienaber, seines Zeichens Jurastudent und Debattierer.
Oder man muss plötzlich über ein Thema reden, von dem man im Grunde keine Ahnung hat – und das sieben Minuten lang bei gerade einmal 15 Minuten Vorbereitungszeit. Sieben Minuten können sehr lange sein.
Gerrit Haare erinnert sich an so einen Fall. Vielleicht war es bei der deutschen Meisterschaft, so ganz sicher er sich nicht mehr. Doch an das Thema erinnert er sich noch gut: CO2-Zertifikate. „Keiner von uns wusste genau, wie die berechnet werden.“ Jedoch: „Eine Debattiermeisterschaft ist kein Argumentefindewettbewerb, sondern ein Redewettbewerb.“
Wer gute Bilder in seine Rede einbaut, wer eine gute Mimik und Gestik an den Tag legt, wer seine Mithörer zum Beispiel durch rhetorische Fragen und persönliche Einschübe fesseln kann, der gewinnt.
Auch für sein Studium sieht Kevin Nienaber große Vorteile durch das Debattieren: „Im Jurastudium wird wenig geredet, dafür viel geschrieben, und nach sechs Semestern soll man plötzlich einen Seminarvortrag halten.“
Während andere Kommilitonen dann mit Lampenfieber und rotem Kopf vor den Hörsaal treten, sind die Mitglieder des Debattierclubs das Reden vor der Menge gewöhnt. „Man bekommt Routine, ist nicht mehr so nervös und hat beim Vortrag zum Beispiel nicht die Hand in der Hosentasche“, beschreibt Kevin Nienaber seine Erfahrungen.
Informationen und Kontakt zum Debattierclub Osnabrück unter www.debattierclub-osnabrueck.de.
Chefwechsel im Papenburger Krankenhaus
Papenburg. Personeller Paukenschlag beim Marienkrankenhaus Papenburg-Aschendorf. Nach über 20 Jahren in verantwortlicher Position hat Geschäftsführer... mehr
WESTERKAPPELN. Hat das Wort „Bauer“ etwas mit der Tätigkeit des Landwirts zu tun, dem Ackerbau, wie man annehmen könnte, oder vielleicht doch einen... mehr
Krankenhauskrise in Papenburg - Aufsichtsrat: Wir haben keine Fehler...
Papenburg. Gestern Mittag haben die Mitarbeiter des Marienkrankenhauses Papenburg-Aschendorf in einer Versammlung erstmals von der Schieflage ihres... mehr
Mehr Lokales






