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Tippspiel
Nachhaltiger Musik-Effekt in der Sporthalle
Osnabrück. Mit den Fingern gleitet Thomas Holland-Moritz über seinen Oberkörper: Das kribbelnde Gefühl einer rasanten Autofahrt soll entstehen, während das Publikum immer wieder dieselbe Melodie singt. Als „Navi-Gerät“, das auch bei unterschiedlichem Fahrtempo konstant auf Ziel bleibt, umschreibt der Professor für Musik den komplizierten Begriff „Passacaglia“.
Mit seinem Kollegen Prof. Andreas Mohr vom Institut für Musik der Fachhochschule Osnabrück führte Holland-Moritz als Moderator durch das Familienkonzert von classic con brio beim OTB. Humorvolle Einführungen, Rhythmusspiele und Stücke sollten Eltern und Kinder begeistern.
Joseph Haydns „Londoner Trio“ Nr. 1 C-Dur eignete sich dafür ebenso gut wie das Spiel des Cello-Orchesters der Musikakademie Remelé (Leitung Christopher Wasmuth) mit seinen zehn Cellisten zwischen 11 und 18 Jahren. Sie spielten die ironische Komposition „Das Cello brennt länger“ von Joschi Schumann sowie der „Ungarischen Rhapsodie“ von David Popper. Als Solist überzeugte der 13-jährige Leonard Rees. Den Schluss bildete die Passacaglia von Johan Halvorsen nach der Suite Nr. 7 in g-Moll von Georg Friedrich Händel. Der begeisterte Applaus zeigte: Kinder und Erwachsene haben einiges über Musik gelernt.
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