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Diözesanversammlung der Landjugendbewegung diskutiert über Ehrenamt
Sögel. Die Jugendlichen in der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) im Bistum Osnabrück wünschen sich für ihre ehrenamtliche Arbeit Anerkennung und gute Rahmenbedingungen. Dies wurde bei einer politischen Diskussion zum Thema „Ehrenamtliches Engagement“ im Rahmen der Diözesanversammlung der KLJB in der Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth in Sögel deutlich.
Teilnehmer der Diskussionsrunde, die vom Leiter der Katholischen Landvolkhochschule Oesede, Johannes Buß, moderiert wurde, waren die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann, die Sozialdezernentin des Landkreises Emsland, Henni Krabbe, der Mitarbeiter im Zentrum für ehrenamtliches Engagement, Peter Klösener, die KLJB-Diözesanvorsitzende Karina Buller sowie KLJB-Mitglied Kilian Mönster. Zudem konnten die 80 anwesenden Landjugendlichen in der Runde einen freien Stuhl für kurze Zeit besetzen, um ihren Standpunkt loszuwerden.
Buller forderte, dass den KLJB-Gruppen vor Ort Räume zur Verfügung gestellt werden müssten, die „ein Zeichen der Anerkennung sind und Jugendlichen auf dem Land Freizeitmöglichkeiten bieten“. Auf Kritik stießen dabei die Erläuterungen Krabbes, wonach der Kreis in erster Linie den generationenübergreifenden Aspekt fördern wolle, um angesichts des demografischen Wandels eine bessere Auslastung der Räume zu erreichen. „Morgens Krabbelgruppe, abends Landjugend klappt nicht“, hieß es aus Reihen der Jugendlichen. Krabbe bat darum, den Kreis oder politische Vertreter vor Ort direkt auf die Anliegen anzusprechen. Diözesanpräses Hartmut Sinnigen bedauert, dass die KLJB oft einen schlechten Ruf und eine schlechte Lobby habe. „Wir müssen mehr Toleranz zeigen und Vertrauen haben, auch wenn einmal etwas danebengeht“, forderte er. Peter Klösener berichtete in diesem Zusammenhang, dass Jugendliche sich für ihre ehrenamtliche Arbeit Anerkennung durch öffentliche Unterstützung wünschten. „Leider ist es meistens für Ehrenamtliche das höchste Lob, wenn keiner meckert“, bedauerte er. „Es reicht oft einfach nur ein Danke“, betonte auch Kilian Mönster.Einig waren sich die Diskussionspartner über den Wert der ehrenamtlichen Arbeit. „Man kann unheimlich viel ausprobieren und sich persönlich weiterentwickeln“, berichtete Karina Buller über eigene Erfahrungen. Das Ehrenamt biete oftmals mehr für die eigene Entwicklung als Schule oder Studium, zudem ergäben sich Netzwerke und berufliche Chancen.
Dies unterstrichen auch Henni Krabbe und Gitta Connemann. „Ehrenamtliche wirken bei Vorstellungsgesprächen oftmals selbstbewusster und können sich besser verkaufen“, berichtete die Dezernentin. Die Vorgehensweise des Landkreises, wonach laut Krabbe bei Bewerbern stark auf ehrenamtliche Tätigkeiten geschaut werde, hat Connemann auch bei zahlreichen anderen Unternehmen beobachtet. „Dies kann dazu führen, dass teilweise Bewerber aufgrund ihres freiwilligen Einsatzes trotz einer schlechteren Note als andere Bewerber eingestellt werden.“ Johannes Buß brachte zum Abschluss die Ergebnisse der Diskussion auf den Punkt: „Ohne Ehrenamt wäre Deutschland ein armes, unsoziales und langweiliges Land mit vielen dummen Gedanken.“
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