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Polizei befragt Besatzungen der Schiffe

Wann das Schiff gehoben wird, steht noch nicht fest

Lingen. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft Osnabrück zur Klärung der Ursache für die Tankschiff-Explosion dauern an. Das erklärte gestern Sprecher Achim van Remmerden auf Anfrage der LT.

 
 
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Ein tonnenschweres Stück Stahl wurde aus dem explodierten Tanker gerissen und in den Kanal geschleudert. Foto: Reis Flammen auf dem Raffinerie-Gelände der BP in Lingen-Holthausen. Beim Beladen war ein Tankschiff mit 600 Tonnen Benzin in Brand geraten. Fotos: Felix Reis Knapp 100 Meter hoch schlugen die Flammen bei den Explosionen. Der Hafen in Flammen: Links sind die Kräfte der Feuerwehr im Einsatz, rechts das Hafenbecken mit dem brennenden Schiff. Das brennende Benzin verwandelte das Hafenbecken in ein Flammenmeer. Die Lage vor Ort sondierten am Dienstagmorgen (v.l.) Stadtbrandmeister Günter Reppien, Brandabschnittsleiter Alfons Acker und Ortsbrandmeister Lingen Klaus Meß. Die Spuren des Brandes sind deutlich zu sehen. Neben der Werkfeuerwehr waren alle Feuerwehren der Stadt Lingen im Einsatz. Als erste am Einsatzort war die Werkfeuerwehr der BP. Nur mit Schaum konnte die Feuerwehr den Brand löschen. Voller Einsatz für die Feuerwehr. Am Dienstagmorgen loderte das Feuer auf dem Schiff abermals auf. Insgesamt waren rund 250 Einsatzkräfte vor Ort. Daas ausgebrannte Tankschiff im Hafen der Raffinerie, wenige Meter daneben weitere Tankschiffe, die ebenfalls mit Benzin beladen waren. Die Feuerwehr verhinderte jedoch, dass diese Schiffe in Brand gerieten. Auf einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen informierten Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone (2. v.r.) sowie (v.l.) Polizeioberrat Klaus Albers, Andreas Mohr (Geschäftsführer BP), Martin Gehrenkamp (Kreis Emsland, Dezernent Recht und Ordnung) und Stadtbrandmeister Günter Reppien über die Lage. Gefährliches Schauspiel: Der brennende Hafen vor der Kulisse der beleuchteten Raffinerie, ein Foto von unserem Leser Carsten Saat. Von Weitem war das Feuer zu sehen. Leserfoto: Carsten Saat Die Feuerwehr verhinderte, dass sich der Brand auf die benachbarten Tankschiffe ausbreitet. Leserfoto: Carsten Saat Das brennende Tankschiff in der Nacht. Leserfoto: Carsten Saat Nach und nach bekamen die Einsatzkräfte den Brand in den Griff. Leserfoto: Carsten Saat

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Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Derzeit werden von den Ermittlern der Polizei die beteiligen Personen vernommen und befragt, die den Tankvorgang in der Nacht durchgeführt haben. Dabei handelt es sich um die Schiffsbesatzung und um Mitarbeiter der BP-Erdölraffinerie in Lingen sowie um Besatzungsmitglieder von zwei Tankschiffen, die zur gleichen Zeit dort ebenfalls im Hafen lagen. Derzeit wird zudem geklärt, wann das Schiff gehoben werden kann, damit externe Gutachter und die Polizei ihre Untersuchungen auf dem Schiff und an der direkten Unfallstelle aufnehmen können. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt könne zur Ursache des Brandes und auch zur Höhe des entstandenen Sachschadens keine Aussage gemacht werde, so die Polizei.

Nach Auskunft des Wasser- und Schifffahrtsamtes Meppen bleibt der Dortmund-Ems-Kanal bis zum Morgen für die Schifffahrt gesperrt. Über eine Freigabe des Kanals für die Schifffahrt solle dann vor Ort am Donnerstagmorgen entschieden werden.

Die Frage, ob womöglich „menschliches Versagen“ für die Explosion des Tankers verantwortlich sein könne, stellt sich auch das Gewerbeaufsichtsamt Osnabrück, wie der stellvertretende Leiter der Behörde, Dr. Jürgen Bube, am Mittwoch mitteilte. „Ich bin gerade auf dem Sprung nach Lingen, um vor Ort unter anderem Beladeprotokolle und Sicherheitsberichte einzusehen.“ Das alles bedürfe jetzt einer intensiven Prüfung.

Die Mitarbeiter der Wasserbehörde-Fachdienst Umwelt der Stadt Lingen begleiten die Reinigungsarbeiten auf dem Kanal und nehmen regelmäßig Wasserproben, um diese unter anderem auf mögliche Rückstände zu untersuchen. Das erklärte die Pressestelle der Stadt Lingen auf Anfrage. Momentan seien über zehn Saug- und Tankfahrzeuge im Einsatz um Schaum und Öl von der Oberfläche der Wasserstraße abzusaugen.


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