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Besuch bei Coppenrath in Groß Hesepe: Internet-Portal kann Arbeitsplätze gefährden
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Besuch bei Coppenrath in Groß Hesepe: Internet-Portal kann Arbeitsplätze gefährden
Besuch bei Coppenrath in Groß Hesepe: Internet-Portal kann Arbeitsplätze gefährden
Gross Hesepe. Klare Position gegen ein geplantes Internetportal der Verbraucherzentrale hat FDP-Bundestags-
abgeordneter Michael Goldmann bezogen. Dabei wird das Portal unter dem Motto „Klarheit und Wahrheit bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln“ ausdrücklich vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit 380000 Euro finanziert.
Das Portal werde von der Verbraucherzentrale Hessen mit Inhalten gefüttert. Goldmann bedauerte bei seinem Informationsbesuch in der Feinbäckerei Coppenrath in Groß Hesepe, dass sich Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) mit diesem Ansinnen durchgesetzt hat, ohne rechtzeitig den Fachausschuss des Deutschen Bundestages zu informieren. Leider sei sie „nicht belehrbar gewesen“. Der Liberale befürchtet, dass dieses Portal nur „die Ängste der Verbraucher schürt“.
Der Aschendorfer Bundestagsabgeordnete forderte die Interessenvertreter auf, „wieder zur Sachlichkeit zurückzufinden“. Zu oft würden Themen hochgepuscht und sachliche Inhalte außer Acht gelassen. Hier müsse der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), der auch die Interessen von Coppenrath vertrete, noch mehr Lobbyarbeit leisten.
Auch Firmeninhaber Andreas Coppenrath befürchtet, dass die Verbraucherzentrale „nur subjektive Angaben veröffentlicht“. Es bestünde die Gefahr, dass „Stoffe, die zwar gesetzlich erlaubt, jedoch im Volksmund verpönt sind, in den Vordergrund gerückt werden“. Dies könne dazu führen, dass deutsche Produkte trotz guter Qualität aus den Regalen fliegen.
Coppenrath wünschte sich stattdessen ein Internet-Portal zum gesundheitlichen Verbraucherschutz, das „sachlich neutral informiert“.
Die Verbraucherzentrale Hessen sei „kein geeigneter Betreiber“. Der Unternehmer fürchtet, dass Firmen und ihre Produkte völlig ungerechtfertigt an den Pranger gestellt werden. Ohne wissenschaftlich abgesicherte Begründungen würden Verbraucher in die Irre geführt. Coppenrath weiter: „Dieses Internetportal kann auch unserem Unternehmen enormen Schaden zufügen, der Image, Umsatz und Arbeitsplätze kostet.“ Zurzeit arbeiten in der Feinbäckerei 170 Beschäftigte im Zweischichtbetrieb. Man habe immer mit enorm steigenden Rohstoffpreisen zu kämpfen.
Innovative Entwicklung
Gleichwohl versuche Coppenrath, innovativ zu bleiben. So würden pro Jahr etwa zehn neue Produkte entwickelt, wovon drei im Markt getestet würden. Auch bei den Verpackungen sind die Emsländer nicht selten Trendsetter. „Papierförmchen — der Umwelt zuliebe“, heißt ihre neueste Entwicklung. So besteht die komplette Keksverpackung aus Pappe und Papier. Durch ein spezielles Knickverfahren wird auf den Einsatz von Leim vollends verzichtet. So ist die Verpackung sehr gut zu recyceln.
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07.04.2012
