Noz
Kontakt

·

ePaper

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Lokales

|

Osnabrück

|

Das erste Osnabrücker Baugebiet mit Passivhäusern
Lokales

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

1221
Autor: Wilfried Hinrichs 25. März 2011 20:10 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Große Nachfrage nach Grundstücken in der Gartlage

Das erste Osnabrücker Baugebiet mit Passivhäusern

Osnabrück. Die Stadt betritt Neuland im Baugebiet „In der Gartlage“: Zum ersten Mal werden Flächen ausschließlich für Passivhäuser vermarktet.

 
Hier entsteht ein einmaliges Baugebiet: Dirk König, Leiter Eigenbetrieb Immobilien (in der Hocke), erklärt die Aufteilung des Baugebietes in der Gartlage. Es hören zu (von links): Maria-Theresia Sliwka, Michael Hagedorn, Fritz Brickwedde, Boris Pistorius und Frank Henning. Foto: Elvira Parton  Vergrößern

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Zuletzt kommentiert








Der Oberbürgermeister (OB) und die vier Fraktionsvorsitzenden stellten sich an der Knollstraße mit Werbetafel zum Foto auf – um die Bedeutung dieses Baugebietes für die Stadtentwicklung zu unterstreichen. Denn die Stadt verkauft die Flächen auf eigene Rechnung und kann daher städtebauliche Maßstäbe setzen. „Es ist ein fabelhaftes Baugebiet“, schwärmte OB Boris Pistorius, und entsprechend groß sei die Nachfrage.

Insgesamt 84 Grundstücke von 200 bis 700 Quadratmeter stehen zum Verkauf. Der Quadratmeterpreis liegt zwischen 160 und 180 Euro (voll erschlossen). 109 Wohneinheiten als Einzel-, Doppel- oder Reihenhäuser werden hier entstehen. Für die ersten 31 Baugrundstücke liegen 61 Bewerbungen vor, wie Pistorius sagte. Ein Teil der Flächen ist für Familien mit minderjährigen Kindern reserviert, die zusätzlich auf eine städtische Förderung von 15000 Euro hoffen können. Den Bau eines Passivhauses kann die Stadt mit 3000 Euro unterstützen, sodass eine Gesamtförderung in Höhe von 18000 Euro möglich ist, wenn alle Bedingungen stimmen. Noch vor den Sommerferien sollen die Erschließungsarbeiten beginnen. Die Bauherren könnten im Herbst mit ihren Bauten beginnen.

Auf 34 Grundstücken sieht der Bebauungsplan Passivhäuser vor. Bisher gebe es in Osnabrück nur ein privates Passivhaus, sagte der Leiter des Fachbereichs Grün und Umwelt, Detlef Gerdts. Passivhausstandard haben die neue Hermann-Nohl-Schule und der Büro-Anbau der Stadtwerke.

„Dieses Baugebiet bringen wir im richtigen Moment an den Markt“, sagte Pistorius. „Wir konnten 2010 über 1000 Neubürger zählen, der höchste Wert seit 15 Jahren.“ Dieses Baugebiet sei in Norddeutschland fast einmalig. Nur Hannover verfüge über Baugebiete, in denen Passivhäuser vorgeschrieben seien.

Die Passivhäuser seien eine Herausforderung für das Osnabrücker Handwerk, erklärte Michael Hagedorn, Fraktionschef der Grünen. Maria-Theresia Sliwka, FDP, ergänzte: „Diese Herausforderung ist eine Chance für Unternehmen, die sich in Osnabrück ansiedeln wollen.“ Frank Henning, SPD-Fraktionsvorsitzender, lobte das Baugebiet als „Symbiose zwischen Ökonomie und Ökologie, die zu einer Innovationsoffensive für das Osnabrücker Handwerk werden kann, die Arbeitsplätze schaffen wird“. CDU-Sprecher Fritz Brickwedde beantwortete die Frage, warum Osnabrück neue Baugebiete brauche: „Wir müssen die Einwohnerzahl halten oder besser noch steigern.“ Weniger Einwohner bedeuteten weniger Finanzzuweisungen und höhere Kosten für die Bürger, weil die Infrastruktur von weniger Menschen finanziert werden müsse.

Das Baugebiet wird von der Ellerstraße im Norden, dem Waldfriedhof Dodesheide im Osten und der Knollstraße im Süden begrenzt. Südlich schließen sich die sogenannten Eisweisen an, die nach heftigem politischen Streit nicht bebaut werden. Ursprünglich sollten 35 Hektar mit 450 Wohneinheiten bebaut werden. SPD und Grüne stellten sich quer. In den Haushaltsberatungen 2007 erreichten die Fraktionen einen Kompromiss: Bebaut wird nur die Fläche nördlich der Knollstraße.

Lesen Sie auch ...

Belm und Bissendorf setzen auf Häuslebauer

Belm/Bissendorf/Wallenhorst. In Belm und Bissendorf schießen Einfamilienhäuser wie Pilze aus dem Boden, die Gemeinde Wallenhorst steckt in den... mehr

Grünfläche statt Wohnblock
Osnabrück. Nach dem Abzug der britischen Streitkräfte aus Osnabrück hat sich jetzt in der Dodesheide das Stadtbild an der Ellerstraße verändert. Dort... mehr


 Mehr Lokales

 
  Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter

Haus

Immobilien aus der Region

Immobilien-Angebote

Finden Sie Ihre Immobilie: Wohnungen und Häuser mieten, vermieten, kaufen und verkaufen.






 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: