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Zu wenig Kurzzeitparkplätze am Bahnhof
Lingen. Ortstermin hieß es am Montagnachmittag für den Planungs- und Bauausschuss (PBA) sowie für den Verkehrsausschuss der Stadt Lingen. Grund waren die unklaren Kurzparkermöglichkeiten im unmittelbaren Bereich des Bahnhofsvorplatzes und die vielen Taxis am Kopf der Marienstraße in Höhe der Bernd-Rosemeyer-Straße.
Nach Angaben der Verwaltung hat sich mit der Inbetriebnahme des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) herausgestellt, dass in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs keine Stellflächen für Kurzparker geplant waren. Allerdings habe sich mittlerweile herausgestellt, dass es dafür durchaus einen Bedarf gäbe. Wie unsere Zeitung selbst beobachtete, fuhren – obwohl verboten, weil die Flächen nur Bussen und Taxis vorbehalten sind – in der halben Stunde des Ortstermins rund 15 Privatfahrzeuge vor, um Bahnreisende zu bringen oder abzuholen.
Vor diesem Hintergrund hatte die Verwaltung vorgeschlagen, zwei „Kiss and ride“-Parkplätze vor dem Bahnhofsvorplatz einzurichten, was allerdings ein Verlegen des Rad- und Fußweges erforderlich machen würde. Zudem solle eine Haltezone für Kurzparker auf dem Parkplatz nahe der Tanzgalerie für elf Pkw eingerichtet werden. Weitere Parkmöglichkeiten, insbesondere für die Nutzer des Bahnsteigs 2, stünden im Bereich der Halle IV an der Kaiserstraße zur Verfügung.
Zum Thema Taxis in der Marienstraße schlug die Verwaltung vor, die jetzt acht Taxiplätze auf fünf zu reduzieren. Dabei sollten die ersten drei Stellflächen am Kopf der Marienstraße zurückgenommen werden, um die gefährliche Ecke im Bereich der Bernd-Rosemeyer-Straße zu entschärfen. Diese vorgestellten Beschlussvorschläge der Verwaltung stießen bei den Ausschussmitgliedern allerdings nur zum Teil auf Gegenliebe.
So betonte Michael Fuest, Bündnis 90/Die Grünen, dass eine vernünftige Planung von vorneherein genügend Stellflächen für Kurzparker und Taxistände hätte ausweisen müssen.
Fuest: „Es muss doch bei einem neuen Bahnhofsvorplatz möglich sein, Fahrgäste zu bringen oder abzuholen.“ Das, was man heute vorfände, sowie die eingangs vorgestellten Alternativen der Verwaltung seien auf Dauer keine Lösung.
Dem konnte sich auch SPD-Chef Hajo Wiedorn ohne Wenn und Aber anschließen, wobei der Sozialdemokrat noch weiter anmerkte, dass die Taxiplätze in der Marienstraße nur als ein Provisorium während der Bauzeit des ZOB eingerichtet worden seien. Wiedorn regte an, alle vorgestellten Planungen in die Verwaltung zurückgehen zu lassen, damit sie noch einmal überarbeitet werden können.
SPD-Ratsherr Peter Supritz machte darauf aufmerksam, dass die Taxistände in der Marienstraße ausgesprochen verkehrsbehindernd seien. „Das geht so einfach nicht“, betonte der Sozialdemokrat.
Jens Beeck, FDP, wies darauf hin, dass man die Taxis nicht ganz aus dem Bahnhofsumfeld verbannen dürfe, weil sie auch kommunale Pflichten erfüllten. Zudem regte er zusammen mit CDU-Ratsherr Dr. Karl-Heinz Vehring an, die Taxis entlang des Gleiskörpers in Höhe ZOB aufzustellen.
Als Ausschussvorsitzender des PBA meinte auch Reinhold Diekamp, dass sämtliche Planungen im PBA noch einmal diskutiert werden sollten.
Das wurde seitens der Ausschussmitglieder letztendlich auch einstimmig befürwortet.
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07.04.2012
