Noz
Kontakt

·

Digitalabo

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Lokales

|

Oldendorf

|

Drei Sanierungsfälle und ein „Leuchtturmprojekt“
Lokales

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

Autor: Norbert Wiegand 25. Februar 2011 19:32 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Ortsrat erörtert bauliche Probleme

Drei Sanierungsfälle und ein „Leuchtturmprojekt“

Oldendorf. Schimmel und Feuchtigkeit im Lehrertrakt der Westerhausener Grundschule, Geruchsprobleme und Ausdünstungen in der Grundschule Oldendorf und vor allem die Nässe unter dem Boden der Turnhalle Westerhausen – erhebliche Baumängel mit teils gravierenden Folgen prägten die zweite Hälfte der zweieinhalbstündigen Ortsratssitzung.

 
Aus dem Spielplatz in Oberholsten soll ein attraktiver Dorfgemeinschaftsplatz mit Boulebahn, Tanzfläche, Hütte und Backhaus werden. Das planen Georg Dongowski und Dagmar Wolf-Landmeier (rechts). Foto: Norbert Wiegand  Vergrößern

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Meistgelesene Artikel








In der ersten Hälfte freuten sich die Stadtteilparlamentarier noch über aktive Oberholstener, die einen „Dorfgemeinschaftsplatz“ mit Boulebahn in ihrem Ortsteil planen. Unter dem Tagesordnungspunkt „Spielplatz Oberholsten“ stellte Georg Dongowski „ein kleines Konzept“ von ihm und weiteren aktiven Oberholstenern vor, in dem die notwendige Spielplatzerneuerung nur einen kleinen Teil größerer Um- und Neugestaltungen auf dem Gelände an der Alten Schule darstellt.

Eine auch als Tanzfläche nutzbare Boulebahn, der Bau eines Backhäuschens und einer Hütte sollen demnach den Spielplatz in mehreren Schritten zu einem attraktiven Dorfgemeinschaftsplatz umwandeln. „Diese weitergehenden Ideen sind nach Gesprächen mit Einwohnern über den Spielplatz entstanden“, erklärte Dongowski die Entstehungsgeschichte.

Das Projekt werde von der örtlichen Feuerwehr, dem Gesangverein und den Line-Dancern unterstützt, versicherte Dongowski. Mit erheblichen Eigenleistungen der engagierten Bevölkerung und der Bereitstellung von Baumaschinen und -geräten von örtlichen Unternehmen könne gerechnet werden. „Für das Material brauchen wir allerdings finanzielle Unterstützung“, richtete sich Dongowski an das Stadtteilparlament. Die Stadt müsse – wie bisher – die Verantwortung für die zu erneuernden Spielgeräte übernehmen. Derzeit leben 28 Kinder in Oberholsten.

„Ein solcher Ortstreffpunkt der Generationen passt in den Trend der Zeit“, unterstützte Ortsbürgermeister Peter Bungard (SPD) die bemerkenswerte Oberholstener Eigeninitiative. Von einem „Leuchtturmprojekt in landschaftlich reizvoller Umgebung“ sprach Thomas Borgelt (CDU). Zur Sponsoren-Werbung und Kooperationen mit Holzfachschulen und -akademien ermunterte Ulrike Holtkamp-Nordheider (CDU), Axel Noruschat (SPD) plädierte für eine in Einzelschritte unterteilte Gesamtplanung, da diese einfacher mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden könnten. „Die auch für Wanderer nutzbare Hütte sollte schon zum Deutschen Wandertag fertig sein“, regte George Trenkler (Grüne) eine Einbeziehung des attraktiven Platzes in den Planetenweg an.

Über den aktuellen Stand der Fußboden-Sanierung in der Westerhausener Turnhalle informierte Christian Elscher vom Sportamt: Die Entfernung des Sportbodens wurde wieder abgebrochen, um kein potenzielles Beweismaterial für eventuelle Regressansprüche an die Baufirma zu vernichten. Es geht darum, die Folgekosten möglicher Baumängel nicht allein dem Steuerzahler aufzubürden. Bis jetzt muss bereits von einem Kostenaufwand von 165000 Euro ausgegangen werden.

Die 1430000 Euro teure Halle war erst 2004 in Betrieb genommen worden. Hunderte Sportler warten darauf, wieder ihrem Sport nachgehen zu können. Einige Gruppen haben vorübergehendes „Asyl“ in Gesmold, in Oldendorf oder im Albert-Schweitzer-Haus gefunden. Angesichts der teils unhaltbaren Zustände forderte Ortsbürgermeister Peter Bungard einen strikten Zeitplan, der die Wiedereröffnung der Halle spätestens nach den Sommerferien garantiert. Eine juristische Auseinandersetzung könne „ewig“ dauern.

Das Drama begann, als Anfang Oktober eine völlige Durchnässung des Isoliermaterials unter dem Sportboden festgestellt wurde. Der mehrwöchige Einsatz von Trocknungsgeräten blieb erfolglos. Die Ursache der immer noch vorhandenen Nässe ist bis heute unbekannt.

Lesen Sie auch ...

Parteiübergreifende Einigkeit als Erfolgskonzept
Oldendorf. Wohl in kaum einem politischen Gremium handeln die gewählten Vertreter so pragmatisch und oftmals unabhängig von parteipolitischen Grundsätzen... mehr

Oberholstener packen an

fhaa Oldendorf. Gleich zwei tatkräftige Initiativen haben sich im Ortsteil Oberholsten gebildet, die das Gemeinschaftsleben im Dorf weiter fördern... mehr

 

Oberholsten: Dem Himmel ganz nah

prin Oberholsten. Wer innerhalb der Stadt Melle dem Himmel ganz nah sein möchte, der muss Oberholsten besuchen. In dem kleinen Ort liegt mit 230... mehr


 Mehr Lokales

 
  Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter




 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: