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Der Bannerschlepp am Flugplatz Eicken-Bruche: „Ein Erlebnis, das man nicht vergisst!“
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Autor: Conny Rutsch 23. Februar 2011 19:33 Uhr

Botschaft vom Himmel

Der Bannerschlepp am Flugplatz Eicken-Bruche: „Ein Erlebnis, das man nicht vergisst!“

Melle. Eine Liebeserklärung ist am Himmel zu lesen: gedruckt auf ein 27 Meter langes und fast viereinhalb Meter breites Banner, gezogen von einem Ultraleichtflugzeug.

 
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Beim Start schleift das riesige Tuch ein Stück über der Startbahn und stellt sich mithilfe eines Gewichtes senkrecht auf, sobald es komplett in der Luft ist. Per Funk informiert Götz Vogel vom Boden aus den Kollegen im Flugzeug darüber, dass das Banner korrekt und frei in der Luft ist.

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„Das ist ein bleibendes Erlebnis, das man nicht vergisst!“, betont Pilot und Fluglehrer Götz Vogel. Er und sein Kollege Wolfgang Hanke von der Flugschule Bielefeld mit Sitz auf dem Flugplatz Eicken-Bruche stellen dem Meller Kreisblatt den Bannerschlepp vor, der zu eindrucksvollen Werbezwecken von Firmen oder für private Botschaften genutzt werden kann.

Gerade einmal sieben Kilogramm wiegt das riesige Banner, das noch in einem handlichen Tragesack steckt und gleich am blauen Winterhimmel leuchten wird. Viel Vorbereitung braucht es nicht. Das Banner wird auf der Startbahn ausgelegt, an einer Metallstange befestigt und an das kleine Flugzeug angehängt. Der Bodenstart mit dem Banner wurde extra für das Schleppen mit Ultraleichtflugzeugen entwickelt. „Mit einer Cessna oder Piper musste das Banner mit der Fangschleppmethode, einer wohl spektakulären, aber auch nicht ungefährlichen Aktion im Flug von einem Gestell abgehakt werden“, erzählt Götz Vogel.

„Das Ultraleichtflugzeug verbraucht Autobenzin, sodass die Flugstunde heute für den Kunden sehr viel preiswerter ist als mit dem Sportflugzeug“, ergänzt Wolfgang Hanke.

Aufschriften für Firmenwerbung mit oder ohne Logo in der entsprechenden Farbe werden extra hergestellt. Banner mit Liebeserklärungen, Heiratsanträgen oder Grüßen kann die Flugschule als Leihgabe ordern. Sogar ein zweites Banner mit Namen oder Extrawünschen kann mitgeschleppt werden.

Das ballonseidenähnliche Gewebe ist leicht und darf keine Feuchtigkeit ansaugen. Der Pilot merkt trotzdem sehr wohl, dass sein Flugzeug 120 Quadratmeter Stoff und auch mehr hinter sich her-zieht. „Es ist so, als hätte man einen Anhänger hinten dran“, erklärt Götz Vogel.

Und dann geht es los. Pilot Wolfgang Hanke startet mit dem Ultraleichtflugzeug, das Banner schleift am Boden mit. Sobald es komplett in der Luft ist, stellt es sich mittels eines Gewichtes senkrecht. Jetzt funkt Pilot Götz Vogel vom Boden aus: „Delta Delta Whisky, Banner frei“, damit Wolfgang Hanke Bescheid weiß, dass das Banner vom Boden weg frei und korrekt hinter dem Flugzeug hängt. Für den Funkspruch werden als verkürztes Rufzeichen der erste Buchstabe und die beiden letzten Buchstaben vom Kennzeichen des Flugzeuges mit internationalem Flugalphabet benutzt.

„Werbung fliegt.com“ ist auf dem strahlendgelben riesigen Banner am Himmel über Melle zu lesen. „Durch das Motorengeräusch werden die Menschen auf die Werbung aufmerksam gemacht“, erklärt Götz Vogel.

Für den Bannerschlepp ist eine spezielle Ausbildung notwendig, die im Luftfahrerschein eingetragen wird. Auch das Flugzeug muss die Zulassung dafür besitzen. Und das Banner wird ebenfalls genau überprüft.

„Aus Sicherheitsgründen fliegen wir mit dem Banner mindestens 300 Meter hoch, und auch die Geschwindigkeit müssen wir exakt einhalten“, sagt Wolfgang Hanke.

Seit einem Jahr sind Götz Vogel und Wolfgang Hanke als Bannerschlepper tätig und bieten auch die Ausbildung dafür an. Werbewirksam über Stadt und Land, über Volksfesten oder Stadien können die eindrucksvollen Banner hinter den kleinen Flugzeugen zielgerichtet eingesetzt werden.

Nach dem Werbeflug klinkt der Pilot das Banner tief über dem Boden fliegend einfach aus, und bis zum nächsten Einsatz verschwindet es zusammengerollt wieder in seiner Tasche.

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