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Gemeinsame Kraftanstrengung für die Landesgartenschau
Papenburg. „Gemeinsam schaffen wir das“, ruft Gerhard Schulz den rund 400 Festgästen zu. Die Worte sind auf die Ausrichtung der Landesgartenschau im Jahr 2014 in Papenburg gemünzt.
Gerhard Schulz, Seniorchef eines der größten Gartenbaubetriebe in der Kanalstadt und Verbandsfunktionär der Branche bis hin zur Bundesebene, nutzt am Samstag die Feierstunde zur Einweihung eines neuen Gewächshauskomplexes für den Anbau von Salatgurken (siehe auch Emsland), für eine Sache zu werben, die ihm „besonders am Herzen liegt“.
Weichenstellung im März
Im März sollen auf politischer Ebene die grundsätzlichen Weichenstellungen dafür fallen, ob Papenburg eine Bewerbung für die Landesgartenschau in drei Jahren in den Ring wirft. Nach Berechnungen der Verwaltung müssen für die laufenden Kosten der mehrere Monate währenden Großveranstaltung knapp sieben Millionen Euro für einen Durchführungshaushalt angesetzt werden. Mit mehr als neun Millionen Euro ist zudem ein Investitionsetat zur Vorbereitung der Schau veranschlagt. Entscheidendes Kriterium für eine mögliche Bewerbung ist die Höhe der Fördermittel, die die Stadt vom Land für investive Vorhaben einwerben kann.
Für Gerhard Schulz ist derweil die Linie bereits klar. So untermauert er denn auch bei der Einweihungsfeier für das neue Gewächshaus am Lerchenweg, das in Regie seines Obenender Familienbetriebs entstanden ist, sein „Herzensanliegen“. Der Kreis der Zuhörer ist indes hochkarätig besetzt. Eingefunden haben sich in der festlich geschmückten Sortierhalle des Komplexes nicht nur Ministerpräsident David McAllister, sondern auch zahlreiche führende Politiker sowie maßgebliche Repräsentanten aus Wirtschaft und Verwaltung, von Institutionen und Verbänden.
„Eine abschließende Meinungsbildung zur Bewerbung um die Ausrichtung der Gartenschau ist noch nicht erfolgt“, nimmt Landrat Hermann Bröring den Ball auf.
Chancen ausloten
Es gelte weiterhin, alle „Chancen auszuloten, um dieses Highlight in das nördliche Emsland zu holen“, verweist der Landrat auf den laufenden Prozess zur Entscheidungsfindung. Gleichwohl ist sich Bröring sicher, dass in gemeinsamer Kraftanstrengung, verbunden mit der Durchführung der Landesgartenschau, ein „neuer Leuchtturm für das Emsland“ geschaffen werden könne.
Auf den Gemeinschaftsprozess hebt in seiner Reaktion ebenfalls Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft ab und ruft dazu auf, „das Thema miteinander anzupacken“. Die Großveranstaltung könne für die Stadt zu einem „wichtigen Pfund werden, mit dem man wuchern könne“, zielt Bechtluft auf die touristische Ausstrahlung sowie Impulse für das Wirtschaftsleben ab, die von einer Landesgartenschau ausgingen.
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23.05.2011
