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Reaktionen aus der Politik zum Gutachten – Umsiedlungen statt Erweiterung?
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Reaktionen aus der Politik zum Gutachten – Umsiedlungen statt Erweiterung?
Reaktionen aus der Politik zum Gutachten – Umsiedlungen statt Erweiterung?
Papenburg. Die Politiker aller Fraktionen waren sich im Papenburger Wirtschaftsausschuss einig: Das LNC-Gutachten hat wichtige Erkenntnisse darüber geliefert, was in den kommenden Monaten für die Zukunft des Hafens zu machen ist.
Ausschussvorsitzender Hermann-Josef Abeln (Bürgerforum) sah die Politik in ihrer Auffassung bestätigt, dass es richtig war, die Entwicklung des Hafens als Lebensader der Stadt in den vergangenen Jahrzehnten immer zu fördern. „Das sollten wir so fortsetzen, auch wenn es nicht einfach wird, bis zu 100 Millionen Euro aufzutreiben“, so der Aschendorfer. Dazu gehöre es auch, die Erweiterung des Bokeler Bogens vorzunehmen, „wie wir es gemeinsam beschlossen haben“.
Für Heinz Hartkens (CDU) stand fest, dass „wir jetzt ein kleines Team aus Unternehmern aus dem Hafen, Verwaltung und Politik bilden sollten, um sich gegenseitig für eine gute Entwicklung anzutreiben“. Es müsse Ziel sein, Ideen für weitere Wachstumspotenziale im Hafen zu entwickeln. „Wir müssen die Ideen entwickeln und das richtige Marketing für den Hafen konzipieren“, so der Christdemokrat.
Hans-Michael Goldmann (FDP) sprach davon, dass „wir zahlreiche Argumente mit Durchschlagskraft bekommen haben, die wir nun nutzen müssen, um Gelder zu besorgen, damit es mit der Seeschleuse weitergeht“. Der Hafen müsse wie immer Vorfahrt haben, und „wir brauchen hinsichtlich der Flächennutzung Ordnung“. Auch dürfe jetzt nicht der Fehler gemacht werden, auf eine Erweiterung in Richtung Bokeler Bogen zu verzichten.
Kritischer sahen Thomas Feldmann (CDU) und Günter Buss (Bündnis 90/Grüne) die „falschen Flächennutzungen“ mit Blick auf die Erweiterungen des Hafens in Richtung Bokel. Buss wollte vom Gutachter wissen, wie viele Quadratmeter von Unternehmen, die keine Wasseranbindung benötigten, aktuell genutzt werden. Feldmann ging noch einen Schritt weiter: „Brauchen wir den Bokeler Bogen überhaupt, wenn wir noch viele Kilometer ungenutzte Uferfläche haben?“ Gutachter Stefan Schröder antwortete mit einem überzeugten „Jein“. Das Gutachten habe die Potenziale nicht ermittelt, und es stehe auch nicht fest, wie hoch der finanzielle Aufwand für etwaige Umsiedlungen wäre. Schröder: „Es gibt sicherlich noch Potenziale im vorhandenen Hafen, doch auch ein neues Hafenbecken bietet gute Chancen.“
Heinz Walker, Wirtschaftsförderer der Stadt, kündigte an, in den kommenden Wochen die Betriebe im Hafen gezielt ansprechen zu wollen. „Wir wollen als Verwaltung die Initialzündung für die Gründung einer Hafenwirtschaftsvereinigung geben.“ Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) sah mit dem Vorliegen des Gutachtens den richtigen Zeitpunkt gekommen, „um bei Drittmittelgebern stärker in den Fokus zu rücken, denn die Ertüchtigung der Schleuse und des Hafens ist ein absolutes Muss.“
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