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Altenlingener Forst: CDU will für Schutzwald 200000 Euro in Etat bereitstellen
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Quelle: pm/Lingener Tagespost 16. Februar 2011 23:25 Uhr

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Altenlingener Forst: CDU will für Schutzwald 200000 Euro in Etat bereitstellen

Lingen. Die Ausweisung von Schutzwaldflächen im Bereich Altenlingen soll auf die Tagesordnung der nächsten öffentlichen Sitzungen des Planungs- und Bauausschusses sowie des Wirtschafts- und Grundstücksausschusses. Dies hat die CDU-Stadtratsfraktion in einer Presseerklärung mitgeteilt.

 
Ein Luftbild des Altenlingener Forsts (Aufnahme aus dem Juni 2010) Foto: Richard Heskamp  Vergrößern

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Den Angaben von Fraktionsvorsitzendem Uwe Hilling und Reinhold Diekamp zufolge will die CDU-Fraktion in einem großflächigen Bereich zwischen den vorhandenen Waldflächen, dem Schwarzen Weg und der Umgehungsstraße die dort freien Flächen zu einem Schutzwald umwandeln. „Diesen Wald möchten wir dann als Stadtwald ausweisen und mit Wanderwegen und attraktiven Gestaltungselementen ausstatten“, erklärte Diekamp in seiner Funktion als Vorsitzender des Planungs- und Bauausschusses, in der Presseerklärung. Gleichzeitig befürworte man unter Beibehaltung der jetzigen Wegebeziehungen eine Unterpflanzung und damit ökologische Aufwertung der vorhandenen Waldflächen an der Waldstraße. Dazu sollten die Wege für Spaziergänger entsprechend hergerichtet und von Baum- und Strauchbewuchs freigehalten werden.

Flächenankauf

CDU-Fraktionsvorsitzender Hilling schlug in der Presseerklärung vor, zunächst den Flächennutzungsplan zu ändern und parallel ein Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans einzuleiten. „Außerdem werden wir uns dafür einsetzen, als ersten Schritt Haushaltsmittel in Höhe von 200000 Euro bereits in 2011 in den Haushalt einzustellen, wovon Ankauf, Pacht und Bepflanzung der Flächen finanziert werden können“, so Hilling. Alle bereits in städtischem Besitz befindlichen Flächen innerhalb dieses Bereiches sollten nicht anderweitig genutzt, sondern – soweit es die Nutzungsverträge erlauben –der Aufforstung zugeführt werden. Auch könnten bei zukünftigen Baumaßnahmen in der Stadt diese Flächen als Kompensations- und Ersatzmaßnahmen dienen, um die Kosten für die Entwicklung zu Waldflächen zu refinanzieren.

Mit dieser Initiative wolle die CDU langfristig dem Bürgerwillen zur Anlegung eines Schutzwaldes für den Geltungsbereich des Logistikzentrums Rechnung tragen, heißt es in der Mitteilung abschließend. Damit setze die CDU einen wesentlichen Punkt ihres Kompromissvorschlages schon nach kurzer Zeit konkret in die Tat um.

In der vergangenen Woche hatte die CDU noch einmal bekräftigt, dass sie die Wiederaufforstung der abgeholzten Fläche im Altenlingener Forst ablehnt. Im Hinblick auf die weitere, vom Bebauungsplan erfasste Fläche wollen die Christdemokraten zwar an dem bestehenden und rechtskräftigen Bebauungsplan Nr. 20 festhalten, allerdings sind sie sich laut Pressemitteilung einig, „dass absehbar kein weiterer Baum gefällt wird“. Die Auffassung der Union war auf einhellige Kritik von SPD, Grünen und Bürgernahen gestoßen.

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