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„Er kam als Fremder, er geht als Freund“
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Autor: Conny Rutsch 15. Februar 2011 19:28 Uhr

Verabschiedung von Pastor Jörg Schulze aus Buer

„Er kam als Fremder, er geht als Freund“

Buer. „Ich habe nicht nachgezählt, wie viele Gottesdienste wir hier in der Martini-Kirche gemeinsam gefeiert haben, die mir ans Herz gewachsen ist“, sagte Pastor Jörg Schulze in seiner Begrüßung.

 
In einem feierlichen Gottesdienst entpflichtete Superintendent Wolfgang Loos Pastor Jörg Schulze aus seiner Arbeit in der Martinikirchengemeinde . Foto: Conny Rutsch  Vergrößern

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Gottesdienstbesucher füllten die Kirche wie sonst nur zu Weihnachten, um fast auf den Tag genau 20 Jahre nach Antritt seiner ersten Pfarrstelle in Buer dem scheidenden Pastor ihre Aufwartung zu machen. Er wird die Christusgemeinde auf der Nordseeinsel Borkum übernehmen.

Pastor Schulze selbst predigte die alttestamentarische Geschichte über Mose, der in seinem Berufsalltag den brennenden Dornbusch bemerkt und von Gott die Botschaft erhält, das Volk der Ägypter aus der Knechtschaft zu führen. „Das ist ebenfalls eine Abschieds- und Aufbruchsgeschichte“, sagte Pastor Schulze von der Kanzel hinunter.

Und ihm wurde ein Abschied geboten, der die Kirchenbesucher vier Stunden in den Bann zog. Während des Gottesdienstes musizierten für ihn der Kirchenchor, der Gospelprojektchor und der Posaunenchor sowie Matthias Breitenkamp an der Orgel. Feierlich entpflichtete Superintendent Wolfgang Loos den Pastor aus seiner Arbeit in der Martini-Gemeinde und fand auch für dessen Frau Gaby dankende und achtungsvolle Worte. Er würdigte die Arbeit des Kirchenmannes in der Gemeinde ebenso wie die als Beauftragter in den unterschiedlichsten Ausschüssen für den Kirchenkreis, „Brot für die Welt“ oder den Kirchentag.

Beim anschließenden Empfang in der Kirche nahmen etliche Redner die Einladung von Diakonin Claudia Ulrich an und verabschiedeten sich von Pastor Schulze. Kirchenvorstand, Sozialstation oder Mitarbeiterkreis fanden immer wieder bedauernde Worte bezüglich seines Abschieds, aber auch den Blick in die Zukunft mit den neuen Aufgaben als Inselpastor. Sein katholischer Kollege Pfarrer Michael Wehrmeyer bezeichnete diesen Tag als „traurigen Tag für die Ökumene“, die Pastor Schulze in Melle wesentlich mitgeprägt habe.

Ein Video über die Arbeit ihres Pastors, launig aufbereitet von der evangelischen Jugend, fand viel Beifall, und rührende Worte fanden auch die Kirchenvorstände aus der Partnergemeinde Bad Schandau.

Von Borkum war ebenfalls eine Abordnung des Kirchenvorstandes angereist, um ihren neuen Pastor gewissermaßen abzuholen.

Die ausgeschriebene Pfarrstelle 1 der Martinigemeinde übernimmt vorläufig Pastor Matthias Hasselblatt.

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