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Geplante Entlastungsstraße sorgt auch für Unmut in Salzbergen
Salzbergen. Weiteren Raum in der Ratssitzung nahm der Antrag auf Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens über die geplante „östliche Ortskernentlastungsstraße“ ein.
Nach einleitenden Worten von Bürgermeister Andreas Kaiser über den Trassenverlauf erklärte SPD-Chef Jansen, dass man diese Straße brauche – und zwar ohne Abstriche. „Es war ein langer und schwieriger Weg bis hierher. Wir wissen, dass es neben dem Eingriff in die Landschaft auch Anlieger gibt, die mit dieser Straße nicht zufrieden sind. Deswegen werden Ampelanlagen und Lärmschutzwände errichtet, weil es zu dem Bau keine Alternative gibt.“
Als Chef der CDU-Fraktion konnte Alfred Vehring den Ausführungen Jansens zustimmen und ergänzend sagen, dass man jetzt „in die Gänge kommen muss, weil wir im Ortskern etwas machen wollen – das geht nicht ohne die neue Straße.“
„Grundsätzlich dagegen“
Anders sahen das einige Bürger aus dem Holde, die sich durch die neue Straße vom Ortskern abgeschnitten sehen. „Wir sind grundsätzlich gegen die Straße, weil wir uns dadurch vom Ortskern ausgegrenzt fühlen“, hieß es aus dem Publikum. Weitere Bürger meinten, dass es, sollte die Straße gebaut werden, sichere Querungshilfen geben und der Lärmschutz weitere Berücksichtigung finden müsse.
Dazu erklärte der Bürgermeister, dass man die Sorgen der Bürger in die Planungen einfließen lassen werde. Kaiser machte deutlich, dass man erst am Anfang der Planungen stehe und den Anwohnern der geplanten Straße weiterhin die nötige Anhörung verschaffen werde. Ersten Schätzungen zufolge wird mit einem Verkehrsaufkommen von 3300 Fahrzeugen pro Tag gerechnet (jetzt seien es bereits 2900).
Zudem wies Kaiser darauf hin, dass Salzbergen zehn Asylbewerber zugewiesen bekomme: „Für diese Menschen suchen wir Wohnraum, die Gemeinde hat nur begrenzte Möglichkeiten.“
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