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Konzentration und Disziplin setzen sich durch
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Autor: Matthias Berger 03. Februar 2011 16:12 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Schulschachturnier im Haus der Jugend

Konzentration und Disziplin setzen sich durch

osnabrück. „Konzentration und Disziplin sind im Schach unheimlich wichtig“, sagt Karsten Bertram. Als Mathe- und Physiklehrer weiß er, dass diese Eigenschaften bei Schülern nicht unbedingt im Überfluss vorhanden sind. „Die Motivation, die die Kinder am Schachbrett haben, kann ich im Unterricht nicht aus ihnen herausholen“, gesteht der Pädagoge.

 
Am Schachbrett lernen Schüler, sich zu konzentrieren. Das fällt im normalen Schulalltag deutlich schwerer. Foto: Gert Westdörp  Vergrößern

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Beim Schulschachturnier im Haus der Jugend haben seine Schützlinge von der Schule Am Roten Berg (SARB) Hasbergen in der Staffel der Haupt- und Realschulen den ersten Platz erreicht, insgesamt sechs Mannschaften der Schule nahmen an dem Unterbezirksfinale Stadt- und Landkreis Osnabrück im Haus der Jugend teil.

Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Seit Mai vergangenen Jahres gibt es an der SARB die Schachpause. In jeder Pause können die Schüler in der Aula Schach spielen. „Seitdem ist die Schach-AG die bestbesuchte AG unserer Schule“, erklärt Bertram.

Während die Beteiligung der Grundschüler sowie der Haupt- und Realschüler an dem Schachturnier zugenommen habe, sei die Beteiligung der Gymnasiasten rückläufig. „Das liegt wahrscheinlich an dem Druck und der Leistungsverdichtung an den Gymnasien“, vermutet Bertram und betont den pädagogischen Wert des Spiels: „Gerade bei Kindern ist es wichtig, dass sie vor jedem Zug alle Figuren durchrechnen. Bei vielen Kindern kommt es zu kurz, sich über längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren. Schach ist gut für die Persönlichkeitsentwicklung, denn die Kinder lernen, auf den Kopf zu hören, nicht nur auf den Bauch.“

Dass dabei die Erfolgserlebnisse nicht lange auf sich warten lassen, beweisen die Schüler des SARB, die erst seit einem Jahr Schach spielen. „Am Anfang hab ich oft verloren. Aber durch Verlieren wird man besser“, sagt der 13-jährige Simon Kutza. Ihn fasziniert vor allem die Taktik: „Es ist anders als beim Kartenspielen. Es kann vieles passieren.“ Besonders gerne beginnen die Schüler mit der „Bertram’schen Eröffnung“, die sie nach ihrem Lehrer benannt haben. Die weiteren Gewinner, die sich damit für das Weser-Ems-Finale qualifiziert haben, sind das Carolinum in der Staffel der Gymnasiasten, das Gymnasium Oesede bei den Neunt- und Zehntklässlern, Siebt- und Achtklässern sowie Fünft- und Sechstklässlern, die Grundschule Hellern bei den Grundschülern und das Gymnasium Oesede bei den Mädchen.

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