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Die Idee von einer Welt ohne Zwänge
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Autor: Michael Schiffbänker 02. Februar 2011 16:09 Uhr

Diskussion zum Grundeinkommen

Die Idee von einer Welt ohne Zwänge

Wallenhorst. Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) und Kolping laden zum 1. Wallenhorster Sozialgespräch sein. Dabei wird Götz Werner, Gründer der Drogeriemarktkette dm, die Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen vorstellen.

 
Nummer zwei: dm-Gründer Götz Werner. Foto: dapd  Vergrößern

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Ach, wie wundervoll ist die Welt, die das Einladungsschreiben von KAB und Kolping entwirft. Von einem leistungsfähigen Gemeinwesen ohne Verlierer ist dort die Rede, von freien und selbstbestimmten Menschen und von Arbeit, die eine Chance ist, keine Last. Möglich, sagt die Theorie, werde das durch das bedingungslose Grundeinkommen.

Die Wirklichkeit sieht anders aus. Doch den Verbänden geht es beim Sozialgespräch nicht darum, eine Bestandsanalyse zu erstellen. Sie wollen eine Idee vorstellen und Visionen entwickeln. Darum haben sie Werner eingeladen, einen Streiter für das Grundeinkommen.

Doch was steckt hinter dem Schlagwort? Es geht dabei um ein Einkommen, das jedes Mitglied einer politischen Gemeinschaft erhält – ob bedürftig oder nicht. Dieses Geld soll die Existenz sichern, beinhaltet aber keinen Zwang, einer Arbeit nachzugehen. Ein Grundeinkommen gewährleiste beispielsweise Verteilungsgerechtigkeit, flexibilisiere den Arbeitsmarkt, entbinde die Menschen vom wirtschaftlichen Zwang und fördere die Möglichkeit künstlerischer und karitativer Tätigkeiten.

Im November brachte Susanne Wiest eine Petition in den Bundestag ein, die 52973 Menschen unterschrieben hatten und die ein Grundeinkommen für jeden Erwachsenen in Höhe von 1500 Euro und für jedes Kind von 1000 Euro forderte. Gleichzeitig sollten alle bestehenden Transferleistungen, Subventionen und Steuern abgeschafft werden. Nur eine Konsumsteuer solle für Staatseinnahmen sorgen (Homepage des Netzwerks Grundeinkommen: http://www.grundeinkommen.de). Die Bundesregierung lehnte ab. Der Sozialstaat habe sich in der Krise bewährt, hieß es(http://www.bundestag.de/presse/hib/2010_11/2010_360/02.html).

Die Diskussion allerdings geht weiter. Bekannte und einflussreiche Fürsprecher wie Werner machen immer wieder öffentlichkeitswirksam auf ihr Anliegen aufmerksam und treiben die Idee voran.

Um all das Für und Wider eines Grundeinkommens geht es am Mittwoch, 9. Februar, um 19 Uhr beim Vortrag und anschließender Diskussion im Wallenhorster Rathaus. Der Eintritt beträgt 3 Euro.

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