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Schülervertreter setzen sich neue Ziele
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Quelle: bü/Ems-Zeitung 31. Januar 2011 12:05 Uhr

Dreitägiges Seminar im Marstall durchgeführt – Rechte und Möglichkeiten aufgezeigt

Schülervertreter setzen sich neue Ziele

bü Sögel. Sich als Sprachrohr für die Interessen ihrer Mitschüler einzusetzen ist die Aufgabe von Schülervertretungen. Um dieser Aufgabe optimal gerecht werden zu können, nahmen Schülervertretungen emsländischer Schulen an einem „SV-Seminar“ im Marstall Clemenswerth in Sögel teil.

 
Drei Tage lang beschäftigten sich Schülervertreter in der Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth mit ihren Rechten, Möglichkeiten und der konkreten Planung von Projekten in ihren Schulen. Foto: Otto Büning  Vergrößern

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„Es ist nicht selbstverständlich, dass junge Menschen innerhalb der Schule Verantwortung übernehmen und Einsatz für ihre Mitschüler zeigen“, erklärt Referentin Anne Kobor, nebenamtliche Mitarbeiterin des Marstalls. Gerade deshalb sei es wichtig, ihnen ihre Rechte und Möglichkeiten aufzuzeigen und sie in ihrem Engagement zu stützen.

Aus diesen Gründen bietet die Sögeler Jugendbildungsstätte seit dem vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit der Fachstelle „Schulkooperation“ des Diözesanverbandes Osnabrück des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) eintägige, sogenannte „SV-Seminare“ an. Erstmalig wurde eine drei Tage andauernde Veranstaltung organisiert, in welcher neben dem Aufklären über die Arbeit der Schülervertretungen im Rahmen einer „Zukunftswerkstatt“ über konkrete Projekte der Teilnehmer an ihren Schulen nachgedacht wurde. Hintergrund dafür ist das zehnjährige Stiftungsjubiläum der Schulstiftung bischöflicher Schulen im Bistum Osnabrück. Für die Durchführung der „Zukunftswerkstatt“ wurden die Marstall-Mitarbeiter Anne Kobor und Lars Büter durch Helga Hettlich, Referentin der Fachstelle „Schulkooperation“, sowie Judith Benkowitz, FSJlerin beim BDKJ, unterstützt.

„Wir wollten durch die Zukunftswerkstatt erfahren, welche Wünsche bei den SV-Vertretern vorliegen“, so Hettlich. Lars Büter: „In einer Kritikphase konnten die Schüler zunächst all das äußern, was sie stört.“ „Fehlende Anerkennung“ und eine „schlechte Anerkennung“ stellten sich dabei als Hauptkritikpunkte heraus. In der Realisierungsphase galt es die Frage zu klären, welche Lösungen es geben kann, während die Umsetzungsphase konkrete Maßnahmen in den Mittelpunkt stellte.

Den teilnehmenden Schülervertretungen und ihren SV-Beratern ermöglichte dies, mit konkreten Zielen in ihre Schulen zurückzukehren. Diese stellten sie in einer Abschlusspräsentation vor, zu der unter anderem auch Michael Sommer von der Schulstiftung und Marstall-Leiter Michael Strodt eingeladen waren.

Während sich die Schüler der Papenburger Michaelschule und der Johannesschule in Meppen um einen eigenen SV-Raum bemühen wollen, der als Besprechungsort und Anlaufstelle dienen soll, ist es das Ziel der Schülervertreter des Gymnasiums Marianum Meppen, die Wohnlichkeit ihrer Schule durch eine Verschönerung der Cafeteria und der Schulflure sowie der Einrichtung eines Schulfestes und eines Schulladens zu verbessern.

Nach Einschätzung der Referentin Helga Hettlich hat sich die Veranstaltung, auch unabhängig von der letztendlichen Realisierung der Ideen, bereits gelohnt: „Es war allein schon ein Erfolg, weil hier Schüler mit unterschiedlichen schulischen Realitäten die Gelegenheit bekommen haben, sich auszutauschen.“

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