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Helmhold: Pflege darf nicht zur Ware werden
Bad Rothenfelde. Wie funktioniert die Pflege in der Zukunft? Darüber diskutierte der Kreisverband der Grünen im Alten- und Pflegeheim Beckwermert in Bad Rothenfelde. Zu Gast: Ursula Helmhold aus der Landtagsfraktion der Grünen. Die Sprecherin für Soziales, Gesundheit und Medien warnte vor großen kapitalorientierten Krankenhausgruppen. Mit ihrem Angebot von Fach- und Rehakliniken sowie angeschlossenen Altersheimen würden sie zum „Durchlauferhitzer“ für die Menschen. Aus dem Pflegemarkt könne so ein Kapitalmarkt mit „Rendite-Erwartungen“ werden, meinte Helmhold. „Ich halte das für falsch, weil Pflege sonst zur Ware wird.“
Ernst zu nehmende Studien prophezeiten beim Bedarf von Pflegefachkräften einen großen Bedarf. Bis 2025 fehlten auf dem Sektor 150000 gut ausgebildete Menschen, berichtete Helmhold. Eine Lösung liege in einer besseren Bezahlung. Das regele der Markt von alleine, zeigten sich einige Diskussionsteilnehmer überzeugt. Nur über eine angemessene Entlohnung schaffe man es zudem, Deutschland auch für Fachkräfte aus dem Ausland attraktiv zu machen. Auch müsse sich die gesellschaftliche Wertschätzung dieses Berufs ändern, forderte Helmhold. Genau das Gegenteil erreichten aber Politiker, wenn sie sich mit Vorschlägen wie „Hartz-IV-Empfänger in die Pflege“ in der Öffentlichkeit starkmachten.
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