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Salzbergen: Entlastungsstraße bietet Entwicklungschancen
Salzbergen. „Wir sind noch nie so dicht an einer Realisierung der bereits seit rund 20 Jahren geplanten östlichen Ortskern-Entlastungsstraße gewesen wie heute.“ Dies betonte Salzbergens Bürgermeister Andreas Kaiser im Rahmen einer gut besuchten Bürgerinformationsveranstaltung im Gemeindezentrum.
Die Gemeinde Salzbergen habe laut Kaiser zu der Bürgerinformation eingeladen, um allen interessierten Bürgern einen Überblick über den aktuellen Planungsstand zu geben: „Dies geschieht ausdrücklich vor dem Beginn des gesetzlich vorgeschriebenen Planfeststellungsverfahrens.“
In einem Rückblick ließ Kaiser die langjährigen Planungen und Gespräche Revue passieren. Es seien unterschiedliche Varianten diskutiert worden. Fakt sei, dass die Ems und die Bahnlinie enge Grenzen für eine mögliche Trasse setzten.
„Wir wollen und müssen das Ortszentrum von Salzbergen weiterentwickeln“, sieht Andreas Kaiser einen wesentlichen Grund für die Ortskernumgehung. Nur wenn der Autoverkehr und ganz besonders auch der Schwerlastverkehr aus dem Ortszentrum genommen werden könnten, seien Entwicklungschancen gegeben.
Sachliche Diskussion
In diesem Zusammenhang erläuterte der Bürgermeister die Verkehrszählungen aus dem Jahr 2008. Die hohe Verkehrsbelastung sei in den Gewerbegebieten als Ziel zu suchen. Deshalb müsse man beispielsweise die von der Autobahn abfahrenden Fahrzeuge am Ortskern von Salzbergen vorbei über die neue Ortsumgehung leiten.
Diese soll nach den Plänen von Detlef Burrichter vom IPW-Ingenieurbüro Wallenhorst von der Ampelanlage an der Rheiner Straße (am Autoberg) bis zur Emsstraße (zwischen der Reithalle und dem Wohngebiet an der Nordmeyer-Straße) führen. Besonderer Wert werde in den Planungen auf Aspekte wie Fuß- und Radwege sowie Lärmschutzwälle gelegt.
In der ausgesprochen ruhig und sachlich geführten Diskussion lag der Fokus der Fragen auf der Verkehrssicherheit für die Bewohner des Baugebietes „Im Holde“. Man sehe durch das erhöhte Verkehrsaufkommen zusätzliche Belastungen und befürchte erhöhtes Gefahrenpotenzial gerade für die Schulkinder, wenn sie die neue Straße überqueren müssen, betonte Werner Brüggemann.
Andreas Kaiser ging auf alle Punkte ein und wies auf entsprechende Planungen hin. Die Kosten für die knapp 800 Meter lange Ortsumfahrung bezifferte Kaiser mit bis zu zwei Millionen Euro. Ausdrücklich würden die Anlieger finanziell nicht belastet. Wenn alles optimal laufe, könne die Baumaßnahme noch 2012 umgesetzt werden. Das Planfeststellungsverfahren erläuterte Wilhelm Schnieders vom Landkreis Emsland. Jeder Bürger könne dort in der öffentlichen Anhörung seine Bedenken einbringen.
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