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Bechtluft: Gute Chancen auf Zuschlag für Landesgartenschau
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Quelle: Von Holger Hartwig/Ems-Zeitung 16. Januar 2011 15:53 Uhr

Höhe der Fördermittel entscheidend

Bechtluft: Gute Chancen auf Zuschlag für Landesgartenschau

Papenburg. Landesgartenschau 2014 in Papenburg? Um diese Frage durch den Stadtrat beantworten zu lassen, werden derzeit im Rathaus zahlreiche Vorarbeiten für eine gemeinsame Sitzung von Wirtschafts- und Tourismusausschuss und Bau- und Umweltausschuss voraussichtlich im März getroffen.

 
Noch nicht so ausruhen wie auf dem Foto die Besucher der Landesgartenschau 2010 in Bad Essen können sich Verwaltung und Rat der Stadt Papenburg mit Blick auf eine Neuauflage dieser Veranstaltung in der Fehnstadt in drei Jahren. Bis zum März sollen die zentralen Fragen geklärt sein, damit dann über eine Bewerbung beim Land Niedersachsen entschieden werden kann.  Vergrößern

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Das hat Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) auf Anfrage erklärt.

Ziel sei es, im März eine grundsätzliche politische Weichenstellung zu erreichen. Ob sich die Stadt beim Land Niedersachsen für die Durchführung bewirbt. Bechtluft: „Bis dahin besteht hoffentlich auch Klarheit, ob und in welcher Größenordnung und aus welchen Programmen Fördermittel zu erwarten sind und wie sich die Durchführung einer Landesgartenschau 2014 in Papenburg wirtschaftlich darstellen lassen könnte.“

Die Gespräche mit dem Land in den vergangenen Monaten stimmen das Stadtoberhaupt insgesamt optimistisch. „Wir sind zuversichtlich, dass wir im Falle einer Bewerbung gute Chancen hätten, den Zuschlag zu erhalten.“ Die Chancen, dass Papenburg die laufenden Kosten der über mehrere Monate dauernden Großveranstaltung meistern könnte, bewertet er als gut: „Wir sind nach den Gesprächen mit den Vertretern der Betreibergesellschaft aus Bad Essen und mit anderen Experten einigermaßen sicher, den Durchführungshaushalt, der zusätzlich mit rund 6,9 Millionen Euro zu veranschlagen wäre, kostendeckend abschließen zu können.“

Was wird letztlich über ein Ja oder Nein zu der Veranstaltung den Ausschlag geben? Dazu der Bürgermeister: „Entscheidend ist nach unserer Einschätzung und der der Fachleute aus Bad Essen, ob wir für den Investitionshaushalt, der mit rund 9,6 Millionen Euro veranschlagt ist, ausreichend Fördermittel von Dritten erhalten können.“ Der Stadtrat hatte in seinen Beratungen vor mehr als einem Jahr hier eine klare Marschroute festgelegt. Eine Landesgartenschau in der Fehnstadt könne es nur geben, wenn mindestens 50 Prozent der geplanten Investitionen aus Fördertöpfen kommen.

Die Herausforderung besteht nach Bechtlufts Worten darin, Fördermittel für jeweils eine oder mehrere Maßnahmen aus unterschiedlichen Förderprogrammen zu erhalten. „Das Land Niedersachsen stellt keine Sondermittel für eine Landesgartenschau bereit, sondern verweist auf vorhandene Einzelförderprogramme. Aus diesen Einzelmaßnahmen könnten dann projektbezogene Drittmittel zur Verfügung gestellt werden.“ Allerdings müsse dabei gesehen werden, dass Papenburg im Wettbewerb mit den Projekten anderer Kommunen stehe.

Um die Chancen für die Realisierung gut einschätzen zu können, steht die Stadtverwaltung im engen Kontakt mit der Landesregierung. So haben Bürgermeister Bechtluft, Stadtbaurat Dirk Landeck und Wirtschaftsförderer Heinz Walker beispielsweise Anfang November an einem Expertenworkshop des Landwirtschaftsministeriums teilgenommen. Inhaltlich sei es insbesondere um die Erfahrungen von Bad Essen mit der Schau im vergangenen Jahr gegangen.

Im Anschluss an diesen Workshop nutzte das Trio die Gelegenheit, sich mit der Geschäftsführung der Landesgartenschaugesellschaft Bad Essen auszutauschen. Bechtluft: „Die Bad Essener Verantwortlichen haben sich dann auch hier vor Ort einen Eindruck verschafft. Sie befürworten das Ergebnis der Machbarkeitsstudie und sehen grundsätzlich gute Voraussetzungen, die Schau in unserer Stadt durchzuführen.“

Zudem hätten die Gäste ihre Bereitschaft signalisiert, Organisation und Durchführung einer eventuellen Landesgartenschau in Papenburg zu übernehmen.

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