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Der lange Weg in die Selbstständigkeit
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Quelle: jesc/Bersenbrücker Kreisblatt 10. Januar 2011 14:39 Uhr

Ulrike und Bruno Döveling und ihr Fachgeschäft „Computer und mehr“

Der lange Weg in die Selbstständigkeit

Bippen. Computer sind der berufliche Lebensinhalt von Ulrike und Bruno Döveling. Im Bippener Ortsteil Hartlage betreiben die beiden ein Fachgeschäft. Das war aber nicht immer so. Der Weg in die Selbstständigkeit war einer mit vielen Umwegen – so ist es oft.

 
Nach vielen beruflichen Stationen heißt es jetzt bei Bruno und Ulrike Döveling „Computer & mehr“.Foto: Jürgen Schwietert  Vergrößern

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Beide haben aber zunächst etwas ganz anderes gelernt. Nach seinem Schulabschluss erlernte Bruno Döveling zunächst den Beruf des Fernmeldehandwerkers. Bei einem Arbeitsunfall verletzte er sich jedoch schwer. Seinen Beruf konnte er nicht mehr ausüben. „Was jetzt?“, war die Frage. Es blieb nur eine Umschulung. Bruno Döveling wechselte also ins Fach Kommunikationselektronik – Fachrichtung Informationstechnik. Anschließend arbeitete er in einer Oldenburger Firma in führender Position.

So weit, so gut. Ulrike Frese wiederum hat zunächst den Beruf der Köchin in Fürstenau erlernt. Zur Aufgabe ihres Berufes zwang sie eine Allergie. Sie schulte zur technischen Zeichnerin um und arbeitete in Dortmund. Dort kreuzten sich die Wege von Ulrike Frese und Bruno Döveling. Bald stand der Entschluss fest, in Hartlage in den Räumen der elterlichen Gaststätte Frese ein Geschäft zu eröffnen. Uwe Döveling gab dafür seinen Beruf auf, zumal es keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr gab.

Alles begann 1998 in einem Nebenraum der „Kneipe“. Doch schon bald reichte der Platz nicht mehr aus. Damals lief ja noch ein täglicher Thekenbetrieb. Also zogen die Dövelings zunächst nach Bippen um, kehrten aber einige Jahre später nach Hartlage zurück und bauten nun die Schankräume zu Geschäftsräumen mit Werkstatt um. Der Saal des Hauses bekam einen eigenen Eingang. Hier finden noch immer kleinere Veranstaltungen statt.

Die rasche Entwicklung der Computertechnik kam dem Geschäft zugute. „In meiner zweiten Ausbildung habe ich mein Handwerk von der Pike auf gelernt, selbst Computer gebaut und programmiert“, erklärt Bruno Döveling. Ehefrau Ulrike eignete sich unterdessen im Selbststudium Fachwissen an. Das Know-how des „Kompetenzteams“ nehmen heute viele gerne an. Zum Beispiel Günter Kartheush, der kürzlich verabschiedete Leiter des Richard-Hengst-Heimes. Als besonderen Service bietet der kleine Familienbetrieb nämlich an, Computer und Netzwerke einzurichten und bedarfsgerecht zu konfigurieren. Weiterhin pflegt er beispielsweise ehrenamtlich die Homepage der Feuerwehr Bippen.

„Der Beruf macht mir noch immer viel Spaß“, sagt der Experte. Neben dem Ehepaar arbeiten zwei weitere Kräfte im Geschäft. „Ich habe auch den Ausbilderschein“, erklärt Bruno Döveling. Gern gesehen seien auch Praktikanten, die in den Beruf hineinschnuppern wollten. „Sie sollten aber etwas fachbezogenes Wissen mitbringen“, sagt Bruno Döveling. Dann ist aller Anfang leicht – auch in der Computerbranche.

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