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Psychologie-Studenten demonstrieren für mehr Master-Studienplätze
lauf Osnabrück. Etwa hundert Studenten der Universität Osnabrück werden sich zum Wintersemester für den Master im Fach Psychologie qualifizieren. Hundert, denen jedoch derzeit nur 35 Master-Studienplätze zu Verfügung stehen. Doch die Studenten brauchen die Weiterbildung – „denn für einen Psychologen mit Bachelor-Abschluss gibt es so gut wie keine Berufsfelder“, sagt Anna Röpke von der Fachschaft Psychologie.
Grablichter stehen vor dem Schloss. Ein Trauerzug von etwa 120 schwarz gekleideten Studenten zieht durch den Innenhof. In den Händen halten sie Transparente und Schilder: „Ruhe in Frieden, Master.“ Oder: „Bachelor Psychologie = Taxifahrer?“ Dorothee Schackenberg studiert im fünften Semester Psychologie und möchte gerne im Wintersemester mit ihrem Master beginnen. In ihrer Hand hält sie eine Kerze. „Als ich hier angefangen habe, war immer die Rede von einer Übernahmequote von zwei Dritteln.“ Dass es nun nur ein Drittel werden soll, war ein Schock. „Aber das ist ja nicht nur in Osnabrück so“, sagt sie. Neben ihr steht Anna Röpke und hat Zahlen herausgesucht: „In Tübingen sind es 100 Bachelorstudenten auf 30 Master-Studienplätze, in Hamburg liegt die Quote 260 zu 90, in Halle 70 zu 25.“
Eigentlich sollte es ja auch der Sinn eines Bachelor-Studiums sein, dass man nach drei Jahren in den Arbeitsmarkt einsteigen kann. Doch der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen teilt in einer Stellungnahme mit: „Ein eigenständiges psychologisches Berufsbild auf zwei- oder dreijährigem Niveau hat in Deutschland keine Arbeitsmarktrelevanz.“
Das Präsidium unterstützt die Forderungen der Studenten. „Sie rennen damit bei uns offene Türen ein“, sagt Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Martina Blasberg-Kuhnke. Allerdings müsse man sehen, woher man das Geld nehmen könne. Einen ersten Vorschlag wird am Dienstag in der kleinen Leitungsrunde und in vierzehn Tagen in der Präsidiumssitzung diskutiert werden.
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Davon abgesehen zeigt diese Malaise, welcher Blödsinn die Umstellung auf Bachelor-Master-Studien war. Das Diplom war ein international anerkannter, ja gefeierter Abschluß; heute stehen die Bachelor-Absolventen mit nichts in der Hand dumm da.