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Meppener Spedition Boll testet überlangen Lastzug
keu Meppen. Die Spedition Boll bewirbt sich derzeit um die Genehmigung für den Einsatz eines überlangen Lastzuges an einem bundesweiten Feldversuch im kommenden Jahr. Bereits vor drei Jahren hatte die Spedition an einem niedersächsischen Testlauf teilgenommen und durchweg gute Erfahrungen sammeln können.
„Wir haben gute Chancen, den Zuschlag für den Betrieb unseres Fahrzeuges zu bekommen“, ist sich der geschäftsführende Gesellschafter der Spedition Boll, Ulrich Boll, sicher. Insgesamt werden für den bundesweiten Testversuch laut Bundesverkehrsministerium nur 400 Fahrzeuge zugelassen. Die Spedition Boll hat eine Zulassung für etwa zehn Strecken beantragt. So zum Beispiel unter anderem nach Hannover, Duisburg und München.
Der Meppener Spediteur ist Befürworter dieses Verkehrskonzeptes. „Die Tatsache, dass ein 25-Meter-Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 40 Tonnen nur wenig mehr verbraucht als ein konventioneller Sattelzug, dürfte für dieses Transportkonzept künftig ein besonders wichtiges Argument werden“, ist sich Boll sicher.
So hatte das Meppener Logistikunternehmen errechnet, dass allein der Einsatz des überlangen Sattelzuges auf den Strecken Meppen–Hannover und Meppen–Duisburg im Rahmen des niedersächsischen Feldversuches vor drei Jahren die Kilometerleistung alleine um 80000 Kilometer verringert hat. Hierdurch konnten rund 19000 Liter Diesel eingespart werden. „Gerade während der zurzeit stattfindenden Diskussion um eine Reduzierung der CO2-Emissionen sollte dieser Aspekt nicht außer Acht gelassen werden“, so Boll weiter. Mithilfe des 25-Meter-Lkw könnten die Belastungen der Straßen verringert, ein erhöhtes Ladevolumen realisiert und Emissionen reduziert werden. Die 25-Meter-Lastzugkombinationen ermöglichten eine Ladung von 52 statt bisher 34 Palettenstellplätze und würden das Verkehrsaufkommen auf den Straßen spürbar entlasten. Experten gehen von einer Zunahme des bundesdeutschen Straßengüterverkehrs bis 2015 um bis zu 50 Prozent aus.
Bei diesem Wachstum müssten alle sogenannte Verkehrsträger wie Lkw, Binnenschiff und Bahn gleichberechtigt ihren Beitrag leisten. Die Einsatzgebiete des 25-Meter-Lkw sollten laut Boll auch weiterhin in der Nutzung von Autobahnen und Bundesstraßen begrenzt bleiben, sodass Innenstädte und Wohngebiete nicht befahren würden. „Es ist alleine aus praktischen Gründen unsinnig, solche Lkw in die Innenstädte zu schicken“, ist Spediteur Boll überzeugt.
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