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Auf den Spuren von Heinz Sielmann
Menslage. „Nur was wir kennen, können wir lieben und schützen“, so lautet das Motto der beiden Sielmann-Natur-Ranger Gerrit und Hannes Öhm, die seit 2007 in Wasserhausen ein eigenes Team aufgebaut haben. In vielen Projekten haben sie ihre Naturbegeisterung an Kinder und Jugendliche des Artlandes weitergegeben. Denn sie sind mit dem Herzen dabei, wenn es darum geht, die Kulturlandschaft der Region zu erhalten. Sie gehören deshalb auch zu den zehn Gewinnern der Aktion des „Bersenbrücker Kreisblattes“ und der RWE und sollen hier – so wie die anderen neun Gewinner – vorgestellt werden.
„Jedes Tier und jede Pflanze ist wertvoll und fordert unseren Respekt heraus“, vermitteln Gerrit und Hannes Öhm ihren Schützlingen während der Projektzeiten, in denen sie mit engagierten Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren die Natur hautnah erkunden. Ob auf den Wiesen, im Wald, in Wildheckenstreifen, an Gräben, Teich und Hase – die verschiedenen Biotope liegen in Wasserhausen vor Öhms Hoftür. Hier fühlen sich der 15-jährige und 18-jährige Gymnasiast zu Hause. Hier entdecken sie fast täglich neue Tier- und Pflanzenarten und bestimmen sie anhand von Büchern. Gerrits besonderes Steckenpferd sind die nützlichen Schwebfliegen, von denen er bereits 26 Arten kennengelernt und fotografiert hat. Ihnen ist auch seine Facharbeit gewidmet. „Mich fasziniert einfach, dass die unterschiedlichen Arten verschiedene Lebensraumansprüche haben. Diese Erkenntnis wollen wir unseren Teammitgliedern spielerisch nahebringen“, verweist Gerrit auf verschiedene Natur-Projekte wie den Bau eines Insektenhotels, eines Naturtipis und einer Kräuterspirale. Dabei wird die Naturbeobachtung groß geschrieben und der Artenschwund sowohl im Mikro- als auch im Makrokosmos thematisiert. „Ich habe mich schon immer für die Natur interessiert und bin deshalb im deutschen Jugendbund für Naturbeobachtung und bei den jungen Systematikern aktiv“, berichtet Hannes, der von dem Wissen der Studenten und Professoren dieser Verbände viel profitiert. Auch in der Naturkunde-AG seiner Schule erntet er wertvolle Informationen. Nun ist er in der Unterscheidung von Kreuz-, Korb- und Lippenblütlern schon ein kleiner Fachmann. In aufwendiger Eigenarbeit haben die Öhms den alten Schweinestall restauriert und in eine kleine Forschungsstation verwandelt. Diese möchten sie mit einer Bibliothek, Naturexponaten und Mikroskopen ausstatten. Einmal im Jahr gibt es einen Austausch mit dem Sielmann-Teamscout Frank Lehmann, der in Wasserhausen ein gern gesehener Gast ist. Dann erfahren die Brüder hautnah die Bestätigung, auf den Spuren von Heinz Sielmann zu wandeln, der selbst schon als Jugendlicher begonnen hat, die Natur mit der Kamera einzufangen.
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