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Marktforscher: Einkaufszentrum erhöht Umsätze in der Meppener Innenstadt auf 100 Millionen Euro
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Erörterungstermin

Marktforscher: Einkaufszentrum erhöht Umsätze in der Meppener Innenstadt auf 100 Millionen Euro

Meppen. „Die MEP kommt 2012“. Die asp Projektsteuerung hat ihr Bauschild in der Meppener Bahnhofstraße aufgestellt, während der Abriss alter Gebäude weiter voranschreitet. Am Dienstag stellten Planer und Investoren weitere Details im Rahmen eines öffentlichen Erörterungstermins vor.

 
Das große Bauschild steht bereits in der Meppener Bahnhofstraße. Immer mehr alte Gebäude fallen der Abrissbirne zum Opfer. Foto: Hermann-Josef Mammes  Vergrößern

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Bürgermeister Jan Erik Bohling sagte den 40 Zuhörern im Ratssaal: „Die MEP ist ein wichtiger Sprung in de Zukunft.“Projektverantwortlicher im Rathaus für dieses 50-Millionen-Euro-Vorhaben ist Jürgen Giese. Er stellte Zwischenergebnisse des Verkehrsgutachtens und einer Verträglichkeitsstudie vor. Danach werden die Kunden ab Herbst 2012 die MEP überwiegend über die Hüttenstraße (43 Prozent) und Herzog-von-Arenbergstraße (24 Prozent) anfahren. Sie sollen über zwei Zufahrten (Kolpingstraße und Arnold-Blanke-Straße) in die Tiefgarage (500 Parkplätze auf zwei Ebenen) gelangen.

Das Gesamtkonzept stellte Michael Maas vom Architekturbüro Maas und Partner aus Münster vor: „Wir wollen zusätzliche Kaufkraft nach Meppen holen.“ Mit dem gläsernen Diamanten schaffe man einen attraktiven, „in Europa einmaligen“ Sichtbezug am Wasser. In diesem Bereich der zweigeschossigen Passage sollen später Textilgeschäfte entstehen.

Den Blick auf das Wasser sollen im Bereich der heutigen Arnold-Blanke-Straße Gäste der Gastronomie ebenso genießen wie Mieter/Käufer der Wohnungen. Unterdessen können Radfahrer und Fußgänger diese Trasse weiterhin in Richtung Innenstadt (Hasehubbrücke) nutzen.

Ausdrücklich wies er darauf hin, dass das Kolpinghaus, Juwelier Kastner, das unter Denkmalschutz stehende Anwaltsgebäude (Kolpingstraße 4) und das Friese-Haus erhalten bleiben. Für Mass steht fest: „Wir müssen die Konkurrenz von Lingen und anderen Städten nicht scheuen.“ Während die MEP eine Verkaufsfläche von 13000 Quadratmetern erhält, verfügt die Lookentorpassage in Lingen über 15000 qm. Diplom-Kaufmann Jörg Lehnerdt von der BBE Handelsberatung GmbH aus Köln fügte in seiner Expertise hinzu: „Meppen ist das Mittelzentrum. Sie werden Ihre Position gegenüber Haren und Haselünne offensiv verteidigen.“

In der MEP würden der Textilbereich mit 5210 qm, die Unterhaltungselektronik mit 4040 qm und ein Supermarkt mit 1610 qm vertreten sein. Er prognostizierte der MEP im Idealfall einen Umsatz von 57 Millionen Euro im Jahr. Zum Vergleich: In der Innenstadt seien es mit Kaufland 73 Millionen Euro. Nach seinen Berechnungen wird die MEP 15 Millionen Euro aus der Innenstadt abzapfen und 42 Millionen Euro zusätzlich nach Meppen bringen. „Dies wird gelingen, wenn sich beide Teile nach außen als eine Innenstadt präsentieren“, sagte er. MEP und Markt müssten „funktional zusammenwachsen“. Negative Auswirkungen könne es für Branchen wie „Bekleidung/Schuhe“, Sportartikel, Drogerie/Parfümerie sowie Elektrounterhaltung geben.

Investor Ralf Schulte ergänzte: „Wir reichen dem Markt die Hand. Die MEP kann ohne ihn nicht leben.“ Die Investoren wollten der Stadt etwas Gutes tun. Auf Anregung von Einzelhändler Oliver Löning versprach die Stadt, die jeweiligen Gutachten während der vierwöchigen öffentlichen Auslegung auch als CD zur Verfügung zu stellen. Auf die Frage eines Anliegers nach möglichen Lärmbelästigungen antwortete Architekt Maas: „Die Entladung der Lastwagen findet im Gebäude statt.“


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