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Tippspiel
Heimvorteil zahlt sich nicht aus
Hasbergen. Konzentration, Fantasie, Denktiefe: All das fördert Schach, sagt Schulschachreferent Karsten Bertram. Deshalb führt die Landesschulbehörde Turniere an Grundschulen durch. Gestern war die Hüggelschule Austragungsort des Wettbewerbs. Ein Heimvorteil, der sich nicht auszahlte. Für die nächste Runde qualifizierten sich je ein Team von der Grundschule Hellern und der Grundschule St. Martin Hagen.
Um 9 Uhr ist Startschuss. Die drei Schulen sind mit je zwei vierköpfigen Teams beteiligt. Auf den Tischen sind Schachuhren aufgebaut und so eingestellt, dass die Kontrahenten jeweils maximal 20 Minuten Zeit haben. Wenn nicht vorher jemand matt gesetzt wird, hat der verloren, der diese Zeitgrenze überschreitet.
Dies sind die Vorgaben eines Wettbewerbs, der sich in der ersten Runde ganz genau „Vorentscheid zum Schulschachunterbezirksfinale Osnabrück“ nennt. Zusammengefasst sind hier Stadt und Landkreis als einer von vier Unterbezirken auf Weser-Ems-Ebene. In diesem Jahr nehmen an dem Vorentscheid 32 Mannschaften teil, von denen sich acht für die nächste Runde in Osnabrück qualifizieren. Anschließend geht es weiter über das Weser-Ems-Finale mit dann zwei Mannschaften aus dem Osnabrücker Unterbezirk, gefolgt von Landes- und Bundeswettbewerb.
Vor dem ersten Zug weist Karsten Bertram noch auf zentrale Punkte der sogenannten Fide-Regeln des Weltschachverbands hin. Der wichtigste Punkt: „Kein Zuschauer darf reinreden.“ Nach kurzer Zeit hat Mirko bereits das erste Spiel gewonnen. Der Neunjährige besucht die Hagener Grundschule und spielt bereits seit zwei Jahren Schach. Er ist nicht nur in der Schul-AG aktiv, sondern auch im Hagener SV, hat bereits Lehrbücher gelesen und misst sich mit dem Schachcomputer. Auch Vater und Großvater mussten in Partien schon Federn lassen. Dem Drittklässler gefällt besonders an dem Spiel, dass es ein echter Denksport ist.
Gerade den Lernwert von Schach unterstreicht auch Karsten Bertram: Selbst Schüler, die sich sonst mit dem Unterricht schwer tun, seien im Spiel konzentriert und motiviert, sagt der Schulschachreferent. Genau das bestätigt auch Felicitas Dölling, Leiterin der Hüggelschule. Deshalb wurden in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund AGs für die dritte und die vierte Klasse eingerichtet.
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07.04.2012
