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Fettes Brot lässt die Erde beben
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Autor: Matthias Becker 05. Dezember 2010 14:49 Uhr

3000 Fans feiern in Lingen

Fettes Brot lässt die Erde beben

Lingen. Als am Freitagabend die Außentemperaturen Minusgrade erreichten, ging es in den Emslandhallen heiß her. Das Hip-Hop-Trio Fettes Brot sorgte mitsamt Liveband für eine Feier, die den rund 3000 Fans noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 
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Ihr Auftritt kam einem Erdbeben gleich: Fettes Brot in den Emslandhallen. Feierstimmung, wohin man schaute. Fotos: Matthias Becker

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Mittlerweile gehen Dokter Renz (Martin Vandreier), König Boris (Boris Lauterbach) und Schiffmeister (Björn Warns) auf die 40 zu, doch das war den drei Sprachgesangstalenten am Mikrofon nicht anzumerken. Die komplette Bühne wurde ausgenutzt, um zu beweisen, dass die Jungs nicht eingerostet und immer noch die Animateure für Feierfreudige sind.

So kam ihr Auftritt einem Erdbeben gleich, und das nicht nur beim gleichnamigen Titel. Einen Tag zuvor wurden die Rapper bei der EinsLive Krone als „Bester Live-Act“ und „Beste Band“ ausgezeichnet. Die Liste ihrer Lieder ist lang, und die Fans hatten überhaupt keine Probleme, mitzusingen, -brüllen und -kreischen. „Schwule Mädchen“, „Jein“, „Bettina, bitte zieh‘ Dir bitte etwas an“ und der große Hit „Nordish By Nature“ sorgten für Hochstimmung, die allerdings auch durchgängig zu spüren war. Flächendeckend grinsende Gesichter, und wo man hinschaute, feixten die Gäste, sodass wohl zu100 Prozent Zufriedenheit auszumachen war.

Lingen steht aber auch ganz hoch im Kurs der Hamburger Hip-Hopper. Beim letzten Auftritt in den Emslandhallen haben Fettes Brot das Konzert mitgeschnitten und einige Lieder auf die letzten Live-Alben „Fettes“ und „Brot“ gepackt. Im Gespräch mit König Boris war von der euphorischen Stimmung nach dem Auftritt noch allerhand zu spüren. „Das war der Hammer hier. Die Leute sind so unglaublich gewesen, aber eigentlich war uns das im Vorfeld schon klar. Lingen ist wirklich immer spitze“, resümierte der Musiker.

Was bei diesem Auftritt erneut kritisch zu sehen war, ist die Akustik in den Emslandhallen, die bei solch lautstarken Klängen an ihre Grenzen stößt. Vor allem die Gäste auf den seitlichen Emporen hatten das „Nachhören“ und konnten manches Mal die Texte nicht verstehen. Obwohl das Haus, als Mehrzweckhalle konzipiert, mit anderen Kulturstätten dieser Größe mithalten kann, scheinen nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um ein Optimum an Hörgenuss herauszuholen.

Großer Wurf gelungen

Vordergründig ist aber festzustellen, dass mit dieser Kooperationsveranstaltung zwischen dem Jugend- und Kulturzentrum Alter Schlachthof und den Emslandhallen wieder einmal ein großer Wurf gelungen ist.

Nach dem letzten Lied strömten die Massen mit glücklichen Gesichtern aus der Halle, und so mancher hitziger Beat begleitete sie noch in die eisige Kälte nach draußen. Yo!


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