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Kinderpornografie: Bistum Osnabrück entpflichtet Priester aus dem Emsland
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Quelle: hav/rav/Ems-Zeitung 05. Dezember 2010 11:29 Uhr

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sandra D. Dienstag, 07. Dezember 2010 12:49 Uhr

Geistlicher räumt Vorwürfe ein

Kinderpornografie: Bistum Osnabrück entpflichtet Priester aus dem Emsland

hav/rav Steinbild/Osnabrück. Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hat einen Priester aus dem nördlichen Emsland mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entpflichtet. Der Seelsorger soll im Internet auf Seiten mit kinderpornografischen Dateien zugegriffen haben. Die Polizei ermittelt. In einem ausführlichen Gespräch mit dem Bischof habe der Geistliche am Samstagnachmittag entsprechende Vorwürfe eingeräumt, teilte die Bischöfliche Pressestelle in Osnabrück mit.

 
 
Ein Priester aus dem nördlichen Emsland wurde von seinen Aufgaben entbunden. Die Polizei ermittelt gegen den Mann, der Kinderpornografie im Internet genutzt haben soll. Archivfoto: dpa  Vergrößern

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Trauer, Schock und Entsetzen in den Emslanddörfern Steinbild, Wippingen und Renkenberge: Die Kirchenbesucher reagierten verwundert, als Domkapitular Ansgar Lüttel den Gottesdienst am zweiten Advent mit ihnen feierte. Lüttel ist als Personalreferent für die Priester des Bistums Osnabrück zuständig.

Gleich zu Beginn erfuhren sie den Grund für den Besuch, als der Personalchef erklärte, dass ihr Pastor vom Dienst entpflichtet worden ist. Erst im August hatte der 38-Jährige den Dienst als Pfarradministrator der Kirchengemeinden St. Georg Kluse/Steinbild, St. Bartholomäus Wippingen und St. Antonius Renkenberge angetreten. Drei Gemeinden, die in einigen Jahren benachbarten Pfarreien angeschlossen werden sollen.

Totenstill war es in den Kirchen, als der Personalreferent die Ursache für die Entpflichtung erläuterte: „Wegen polizeilicher Ermittlungen im Zusammenhang mit der Nutzung kinderpornografischer Inhalte im Internet.“ Für Lüttel war die Nachricht, wie er sagte, „ein Schock“. Bis dahin habe es keine Anhaltspunkte gegeben. Wieder einmal sei Vertrauen in Kirche und Priester erschüttert worden. Wiederholt rang Lüttel nach Luft, als er die Botschaft überbrachte.

Erst nach dem Gottesdienst löste sich die Sprachlosigkeit. „Blankes Entsetzen und tiefe Trauer“ habe die Erklärung bei ihr ausgelöst, sagte eine 74-Jährige. „Nicht für möglich gehalten“, war immer wieder zu hören. „Ich kann es nicht glauben“, sagte eine Frau, den Tränen nahe. „Ich verstehe das alles nicht“, bekannte eine Jugendliche.

„Restlos enttäuscht und bis ins Mark erschüttert“ zeigte sich Heiner Bojer, Organist und Bürgermeister von Renkenberge. „Ein solcher Schlag trifft unsere Gemeinden ganz besonders“, sagte er mit Blick auf die vielen Wechsel der Seelsorger in jüngster Zeit.

Auch sein Bürgermeisterkollege aus Kluse zeigte sich sprachlos: „Nein, damit habe ich nicht im Entferntesten gerechnet“, erklärte Hermann Borchers, der Vizevorsitzender des Kirchenvorstandes ist und auf die gute Zusammenarbeit zwischen Pastor und politischer Gemeinde verwies.

Der Priester gilt als dem Opus Dei nahestehend. Der 38-Jährige nutzte offenbar intensiv das Internet. So betrieb er zwei Blogs: Eines unter seinem Namen zeigt Landschaftsbilder. Im zweiten Blog unter der Bezeichnung „fortes fide“ äußerte sich der katholische Geistliche anonym zu zahlreichen kirchenpolitischen Fragen und vertrat dezidiert konservative Positionen. So kritisierte er etwa, dass eine Frau das Seelsorgeamt des Bistums Osnabrück leitet.

Die Polizei hatte am Donnerstag einen Rechner des Priesters in seiner Wohnung in Steinbild sichergestellt. Der Computer wird vom Zentralen Kriminaldienst der Polizei Lingen ausgewertet, wie ein Sprecher der Polizeiinspektion Emsland sagte. Die Ermittlungen dauern an.

Unabhängig davon leitete die Osnabrücker Bistumsleitung eine kirchenrechtliche Voruntersuchung ein. Der Priester bleibt bis auf Weiteres von seinen seelsorglichen Aufgaben entpflichtet. Die Bistumsleitung will in den nächsten Tagen schnell klären, wer ihn vertritt.


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  Leserkommentare

 
sandra D., Dienstag, Dezember 7, 2010 um 12:49 Uhr und Kinder bitten um Vergebung im Beichtstuhl weil sie böse Wörter gesagt haben oder nicht auf Mama oder Papa gehört haben und der Pastor gibt den Segen obwohl er viel schlimmere Taten gemacht hat eine unverschämtheit boah mir wird richtig schlecht bei diesen Gedanken

 
sandra D., Dienstag, Dezember 7, 2010 um 12:43 Uhr Unfassbar Gott kann da nichts für aber wofür braucht man einen Prister, Nonne, Pater oder Kardinäle das ist ein Job wie jeder andere die haben keine heiligen Hände die können die schmerzen, leid, kummer nicht wegzaubern jeder mensch ist für sich selbst verantwortlich aber dafür brauche ich keine kirche oder gar einen pastor oder sonst etwas......

und was ich auch nicht verstehe die Menschen sind zur Fortpflanzung bestimmt warum dürfen alle ihren Trieb ausleben ob lesben, schwule oder normale... sogar die evang. pastore dürfen das warum die kath. pastore nicht. jeder mensch hat lust auf zärtlichkeit auf sexualität aber alle schweigen obwohl das das normalste auf der welt ist ( und wer sagt... das die es nicht brauchen.... die lügen)
Meines erachtens nach verstecken die Pastore und und und sich weil sonst hätten die diesen Beruf nie ausgewählt die haben einen Trieb der nicht normal ist und wer würde schon denken das ein Pastor,Kardinäle, Patern oder Nonnen solche perversen Triebe ausleben stimmt keiner denn jeder oder fast jeder glaubt das sind besondere menschen was aber nicht so ist.....

Und die sind alle mit Gott verheiratet :-) das ich nicht lache Gott ist nicht Schwul und bei den Nonnen hat Gott nicht das Ja Wort gegeben nur die Nonnen
Religion und die Bibel haben Autore geschrieben und damit viel Geld gemacht
und eins will ich auch noch los werden jeder glaubt alle anders aber der glaube besteht aber bitte glaubt nicht was in der Bibel steht denn das was da drin steht kann niemand nachweisen und das ist auch gut so Leben ist ein Wunder Tod ist ein Wunder und man sollte die Zeit die man hier auf Erden hat geniessen

Heinz.L muss ich recht Pervers und Abartig ist das was sich die kath. Kirche erlaubt Ich würde niemals einen kath. Pastor verbieten im Puff zu gehen aber die sollen doch bitte von unseren Kindern fern bleiben ob real oder im Internet







 
Tino S., Dienstag, Dezember 7, 2010 um 09:41 Uhr Wie kann Gott nur...? Die Sache ist schrecklich. Keine Frage. Jeder Priester mit sochen "Veranlagungen" ist fehl am Platze und kann diesen Dienst nicht ausführen. Aber es ist auch unumstritten, dass Missbrauch, wie auch das konsumieren von pornographischen Material, innerhalb der Kirche nicht häufiger vorkommt als in anderen gesellschaftlichen Strukturen. Also ist die Kirche an sich auch nicht schlechter, wie die Gesellschaft in der sie steht.
Das ist m.E. ein gesamtgesellschaftliches Problem. Da läuft geamtgesellschaftlich wohl einiges Schief. Vielleicht müsste die ganze Gesellschaft ihr Verhältnis zur menschlichen Sexualität einmal unter die Lupe nehmen.

Gott sollte man dafür jedenfalls nicht verantwortlich machen, auch wenn das die einfachste Lösung wäre. Er hat die Sünde nicht geschickt und heißt sie auch niemals gut - siehe die Gebote Gottes. Gott hat den Menschen mit Freiheit und Selbstverantwortung begabt. Was der Mensch daraus macht, dafür ist jeder auch selbst verantwortlich. Der Priester, der Laie, der Gläubige und der Ungläubige. Du und ich! Wer sich für die Sünde entscheidet, schafft immer Verlierer!

MfG T.M.
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