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Gemeinderat Lengerich vergibt Auftrag für Citymanagement
kr Lengerich. Einmütig beschloss der Rat der Gemeinde Lengerich in seiner jüngsten Sitzung, den Auftrag zur Konzeption eines Citymanagements an das Büro Rudnick & Partner aus Hannover zu vergeben.
In der Diskussion unterstrichen die Ratsmitglieder, dass man von einem Citymanagement deutliche Impulse für die weitere Entwicklung des Ortszentrums erwarte. Seit vielen Jahren werde darüber gesprochen, jetzt sei es endlich so weit, freute sich Alfred Lampa. Auch die örtliche Werbegemeinschaft sei dringend an einer Umsetzung interessiert. „Das ist eine gute Sache für Lengerich“, so Lampa.
Dieses sah Ratskollege Walter Prekel ebenso: „Politisch haben wir in den vergangenen Jahren sehr viel erreicht“, wies Prekel beispielhaft auf die umfangreiche Ortskernsanierung hin. Das Citymanagement stelle nach seiner Überzeugung das i-Tüpfelchen dar.
Bürgermeister Gerhard Wübbe stellte fest, dass nur eine zukunftsorientierte Infrastruktur nicht ausreiche. „Wir wollen alle gemeinsam, dass die Betriebe und der Ort Lengerich weitergebracht werden.“ Ziel des Auftrages solle es sein, nach einem Jahr ein schlüssiges Konzept zu erhalten. Wichtig sei, dass die Ratsgremien regelmäßig informiert würden.
Sehr vielseitig ist die Aufgabenstellung, die detailliert im Auftrag festgehalten ist. Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn stellte dazu insgesamt sieben Bausteine vor. Grundlage soll die Durchführung einer Befragung sein, die mit einer zielgerichteten Diskussion mit den Betriebsinhabern sowie den Vermietern von leer stehenden Geschäften in Lengerich verbunden ist. Bestehende Bedarfe und Potenziale sollen ermittelt werden.
Konzepte entwickeln
Wichtig ist für die Verantwortlichen die Entwicklung eines Leerstandsmanagements. Vor diesem Hintergrund sei eine Vermittlung zwischen den verschiedenen Parteien notwendig, betonte Lühn. Es gelte, den Dialog zwischen Grundeigentümern, Vermietern und potenziellen Mietern herzustellen. Zudem sollen Konzepte für nicht genutzte Räume oder Flächen entwickelt werden.
Durch die gezielte Ansprache werde eine Verbesserung des Branchenmix angestrebt. Dazu gehören beispielsweise Drogeriefilialisten, moderne Gastronomieeinrichtungen inklusive Außengastronomie, diverse Dienstleister sowie Schuh- und Textilgeschäfte. „Diese Bemühungen zielen darauf ab, die Vielfalt des Einzelhandels in Lengerich auszubauen“, betonten Matthias Lühn und Bürgermeister Gerhard Wübbe.
Ein weiteres Ziel sei die Verbesserung des Marktauftrittes der ansässigen Betriebe. Um dieses zu erreichen, soll ein sogenannter Store-Check des Bildungszentrums des Einzelhandels Niedersachsen organisiert werden. Dabei werden die Ladengeschäfte durch einen Tester nach festen Kriterien und Standards untersucht.
Auch sollen verschiedene Maßnahmen für das Gemeindemarketing entwickelt werden. Für die Gemeinde Lengerich ist ferner die Vorbereitung und Gründung einer Standortgemeinschaft geplant. Hier werden die ansässigen Betriebe und Immobilieneigentümer integriert.
Durch die Mitarbeit in der regelmäßig tagenden Runde des Sanierungsmanagements soll der Auftragnehmer über den Projektverlauf informieren. Weitere Anregungen sind willkommen.
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