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Wenn schon das Schulessen zu teuer ist
fr Melle/Wittlage. Die Diakonie-Stiftung im Kirchenkreis Melle-Wittlage startet am Samstag gemeinsam mit dem Wittlager Kreisblatt und dem Meller Kreisblatt eine Weihnachts-Spendenaktion, die von zahlreichen Paten der Region unterstützt wird.
Gesammelt wird ab Samstag für einen Soforthilfe-Fonds unter dem Dach der Stiftung, mit dem Kindern und Familien in Not schnell und unbürokratisch geholfen werden kann.
Sämtliche Spenden fließen ohne Abzüge diesem Zweck zu, denn das Kirchenkreisamt übernimmt die Verwaltungsarbeit kostenlos.
„Das Geld dieser Weihnachtsaktion dient sofortiger Hilfe und geht keinesfalls in das Stiftungsvermögen über“, betonte Melles Diakonie-Geschäftsführer Heiko Grube. Jeder Spender erhält zudem unaufgefordert eine Spendenbescheinigung und einen Dankesbrief, wenn er auf dem Überweisungsformular seine Anschrift angibt.
„Jeder Cent zählt“, bittet Grube alle Bürger um Unterstützung der Aktion, die bis Weihnachten läuft und natürlich konfessionsungebunden ist.
Bis Weihnachten werden unsere Zeitungen regelmäßig Beispiele aus der praktischen Arbeit der Diakonie vorstellen, die die Wichtigkeit der Spenden verdeutlichen.
„Immer wieder haben Familien auch in Melle und Wittlage Probleme, mit ihrem Geld auszukommen und Leidtragende sind dann oft die Kinder“, so Grube. Zwar helfe die Stiftung auch jetzt schon Kindern und Familien vor Ort und hat allein in diesem Jahr dafür bereits 12.000 Euro ausgegeben. „Aber langsam geht diesem Fonds das Geld aus, wir sind dringend auf Spenden angewiesen“.
Grube verwies auf immer mehr Kinder und Familien, die in Schwierigkeiten seien. „Oft sind es Kleinigkeiten, damit Kinder aus solchen Familien an Bildung und Ausbildung teilnehmen können“. Als Beispiele nannte er fehlendes Geld für Schulbücher, für die Teilnahme an Klassenfahrten oder die zunehmende Abmeldung der Kinder vom Mittagessen in der Schulen. „Da geht es um 2,50 Euro“.
Superintendent Wolfgang Loos und Grube betonten die bewährte Zusammenarbeit mit den Schulen bei der Unterstützung bedürftiger Kinder und deren Familien. „Wir haben eine Kooperation zwischen den Schulleitern und dem Diakonischen Werk, das unbürokratische, unkomplizierte und zielgerichtete Hilfe gewährleistet“, hob Loos hervor.Hilfe auf kurzem Weg für betroffene Kinder sei so nicht möglich und sinnvoll, sondern leider auch dringend nötig.
Grube will aber nicht allein die Symptome kurieren. „Warum können 25 Euro für die Teilnahme an einer Klassenfahrt für manche Familien ein Problem sein“, fragen sich er und die Mitarbeiter der Stiftung.
Über das Diakonische Werk kann dann eine Familienbetreuung oder eine Beratung angeboten werden, wenn die Eltern das wünschen. „Wir wollen mit der Spendenaktion allen betroffenen Kindern in unserer Region helfen, ganz selbstverständlich wie andere auch an Bildung und Ausbildung teilhaben zu können“, formulierten Loos und Grube das Ziel.Dem ist nichts hinzuzufügen.
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