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Bildungsmisere: 300 Schüler streiken in Osnabrück
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Demonstrationszug durch die Stadt

Bildungsmisere: 300 Schüler streiken in Osnabrück

bekr Osnabrück. „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!“ Unter anderem diesen Sprechchor riefen etwa 300 Schüler, die gegen die Bildungsmisere und das „Turbo-Abitur“ in 12 Jahren protestiert haben.

 
 
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Ritalin in Form von mehr Lehrern fordern die Schüler.Foto: Jörn Martens Achtung, die Schüler kommen. Foto: Jörn Martens Die Ziele des Protestes. Foto: Jörn Martens Lautstark machten sich die Schüler bemerkbar. Foto: Jörn Martens Der DGB unterstützte die Organisation der Demonstration. Foto: Jörn Martens Die Demo lief im Einklang mit der internationalen Bildungsprotestaktion "Global Wave of Action for Education". Foto: Jörn Martens Nicht alle Forderungen waren zielführend. Foto: Jörn Martens Aber viele nachvollziehbar. Foto: Jörn Martens Und Schüler sowie Studenten beteiligten sich kreativ. Foto: Jörn Martens Knapp zwei Stunden dauerte die Aktion. Foto: Jörn Martens

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Sie formierten sich am Ledenhof zu einem Demonstrationszug und liefen kreuz und quer durch die Stadt, bevor sie nach knapp zwei Stunden ihre Protestaktion mit einer Kundgebung vor dem Rathaus beendeten. Sie forderten unter anderem die Abschaffung der Lernmittelgebühren, mehr Lehrer an den Schulen und gerechtere Bildungschancen für alle.

Im Vorfeld hatte es Diskussionen über den Zeitpunkt der Aktion gegeben, weil sie in die normale Schulzeit gelegt worden war. „Ein Streik muss zur Schulzeit stattfinden, denn sonst wäre es ja kein richtiger Streik. Dieses Vorgehen und dieser Zeitpunkt sichert uns die maximale Aufmerksamkeit“, erklärte Mathis Elling von der „Schülergruppe Achterbahn“, die den Protest initiiert haben.

„Ein Streiktermin am Nachmittag um 16 Uhr, wie ihn Schulleiter Christoph Schüring vom Gymnasium ’In der Wüste‘ vorgeschlagen hat, hätte zudem für großen Unmut bei der Polizei gesorgt, weil wir den Feierabendverkehr massiv gestört hätten“, ergänzte Olaf Cramm vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Osnabrück, der die Schüler bei der Ausrichtung der friedlichen Demonstration unterstützt hat.

Unterstützung erhielten die Schüler von einigen Studenten, die sich mit den Protesten solidarisierten und der Demonstration anschlossen. „Ich bin mit der Bildungspolitik in Deutschland nicht einverstanden“, erklärte etwa Wiebke. Die 21-Jährige, die in Osnabrück Sozialwissenschaften studiert, protestierte gegen die Studiengebühren und die Verschulung des Studiums in Folge der Abschaffung der Diplom-Studiengänge.

Mehr lesen Sie morgen in der Neuen Osnabrücker Zeitung und unter www.noz.de


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