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Mehr als 160000 Euro minus bei Konzerten der Landesgartenschau
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Autor: Wolfgang Elbers 15. November 2010 18:17 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

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Jürgen S. Samstag, 20. November 2010 10:07 Uhr

Insolvenzverwalterin legt erste Zahlen vor

Mehr als 160000 Euro minus bei Konzerten der Landesgartenschau

we Osnabrück/Bad Essen/Melle. Das Loch in der Kasse der insolventen Alte Stadthalle Veranstaltungs-GmbH, die auf der Landesgartenschau auf eigene Rechnung die Abendveranstaltungen durchgeführt hat, scheint größer als bisher angenommen.

 
Nach ersten Berechnungen warten etwa 80 Anspruchsteller darauf, dass ihnen Rechnungen in Höhe von insgesamt 160 000 Euro bezahlt werden. Foto: dpa  Vergrößern

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Der aktuelle Stand: Die Ende Oktober vom Gericht eingesetzte vorläufige Insolvenzverwalterin Barbara Fahlke aus Münster: ,,Die Aufstellung von Geschäftsführer Volker König beläuft sich auf eine Summe von rund 160000 Euro an nicht bezahlten Rechnungen.“ Nach ihren Angaben sind aber inzwischen noch einige weitere Forderungen gegen die Veranstaltungs-GmbH eingegangen. Die vorläufige Verwalterin: „Es dürfte sich insgesamt um mehr als 80 Anspruchsteller handeln. Bis endgültige Zahlen vorliegen, wird es noch etwas dauern.“

So geht es weiter: Klar ist inzwischen, was zum Beispiel aus den bereits von Geschäftsführer Volker König und seinem Team geplanten Konzerten und gebuchten Künstlern wie Roger Chapman oder Barclay James Harvest im Dezember wird. Barbara Fahlke: „Die sich in Insolvenz befindende GmbH wird keine weiteren Veranstaltungen mehr durchführen, da wir verpflichtet sind, den Gläubigern so viel Masse wie möglich zu sichern. Die Durchführung weiterer Konzerte birgt hier einfach ein letztlich nicht zu verantwortendes Risiko.“

Deshalb wird nach ihren Worten nur die Postagentur in Melle, die auch unter der Regie der Alte Stadthalle Veranstaltungs-GmbH läuft, noch weiter betrieben. Selbst die Abschlussveranstaltung mit Fish am ersten Novemberwochenende in der bisherigen GmbH-Veranstaltungsstätte Honerkamps Ballsaal habe die Kosten nicht eingespielt. Fahlke: „Das war sicherlich ein schönes Finale – aber am Ende ein Verlustbringer, da gerade einmal rund 200 Zahlende vor Ort waren.“ Auch die Vorverkaufszahlen für die Dezembertermine oder das geplante Gastspiel von Comedian Maddin Schneider Anfang 2011 ließen letztlich nicht die Erwartung zu, dass ein positives Ergebnis zu erwarten sei. Deshalb sei geplant, dass diese Veranstaltungen von einer Auffanggesellschaft oder einem anderen Veranstalter durchgeführt werden. Als Durchführungsort aus dem Rennen: der Rosenhof in Osnabrück. Betreiber Rüdiger Scholz: „Wir konnten uns mit dem Management von Roger Chapman und Barclay James Harvest nicht einigen, hoffen aber, die Künstler eventuell zu einem späteren Zeitpunkt zu präsentieren.“

Die Geschädigten: Von der Insolvenz sind vor allem die bei den rund 25 Abendveranstaltungen aufgetretenen Künstler sowie Technik-Dienstleister betroffen, die für Ton und Licht bei den Veranstaltungen sorgten. Die Bandbreite der Betroffenen reicht von Stars wie Götz Alsmann, dessen Agentur rund 14000 Euro offenstehen hat, über das Klassik-Duo Marshall & Alexander oder die schrägen Popolskis bis zur Cale Copf Company, die einer der Acts des A-cappella-Festivals war und eventuell einen mittleren vierstelligen Betrag abschreiben darf, sowie dem Georgsmarienhütter Waldbühnen-Ensemble. Der hier ausstehende Betrag für die „Heiße Ecke“-Aufführung: mehr als 4000 Euro. Das Insolvenzverfahren wird voraussichtlich zum 1. Januar 2011 eröffnet.


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  Leserkommentare

 
Jürgen S., Samstag, November 20, 2010 um 10:07 Uhr Veranstaltungen LGS von Volker König Es ist schon richtig was hier so geschrieben wird.
Herr König hat von Anfang an garnicht die Absicht gehabt zu bezahlen, den aus sicheren Quellen weiß ich das die Gruppe Bosshoss die einzigen sind die Ihr Geld bekommen haben.
Alle anderen haben keinen Cent bekommen, außer Schecks die nicht gedekt waren (Scheckbetrug).
Das konnte sich überhaupt nicht rechnen, den wenn mann weiß das 2/3 der Tickets Dauertickets waren und diese Summe durch 25 Veranstaltungen teilt, der sieht mit so einem Betrag kann mann keine Veranstaltung durchführen.
Wie mann weiß hat sogar die Stadt zuschüsse für Technik usw gegeben, wo ist dieses Geld ?
Verstehen kann ich auch nicht warum Herr König den zuschlag für alle Veranstaltungen der LGS bekommen hat.
Ich weiß das sich sehr viele renomierte Konzertveranstalter sich beworben haben! Ist hier vieleicht Vetternwirtschaft betrieben worden? Oder wie soll mann dieses sehen.
Hier muss Dringend Aufgeräumt werden, und zwar von allen seiten!

 
Anna S., Mittwoch, November 17, 2010 um 19:59 Uhr Letztes Mal im Blütenmeer? Hallo Jutta, Hallo MArio!
Warum ist Herr König Wiederholungstäter? HAt er sich schon öffentlich dazu geäußert, wieso er die Rechnungen nicht bezahlen kann? Besonders schlimm finde ich, dass die Künstler schon wieder das Missmanagement ausbaden müssen. So schreibt zum Beispiel Herr Wolfgang Elbers in seinem Bericht, dass Götz Alsmann auf seine Gage bis heute wartet. Dabei hatte der Künstler seinen "Auftritt in Bad Essen zur Herzenangelegenheit gemacht und war sogar zur Eröffnung mit dem Ministerpräsidenten Christian Wulff im Vorfeld extra angereist". Die Frage stellt sich: Was geschah mit den Einnahmen? Alsmanns Konzert war ja nach Angaben von Herrn Elbers ausverkauft. Ich frage mich ausserdem, warum man darüber bisher nichts geschrieben hat. Über das Blütenmeer, Blütenbert und Blütenwanda habe ich nur positive Berichte gelesen. Übrigens: Habt Ihr schon das neue Video "In der Diskothek" von Uwu Lena mit Götz Alsmann gesehen? Den Anfang finde ich ganz witzig.

 
Jutta S., Mittwoch, November 17, 2010 um 18:43 Uhr Wirtschaftsförderung auf Kosten mittelständischer (Klein-)Betriebe? Jemand, der auf Kosten anderer wiederholt sein betriebswirtschaftliches Versagen ausbügeln lässt, ist in der Tat verdächtig, dazu muss man noch nicht einmal ein findiger Jurist sein... Herr K. sollte sich auf jeden Fall ein weniger unmoralisches Hobby zulegen.
Aber wie ist das eigentlich mit der LANDESGARTENSCHAU? Dient diese nicht eigentlich der Wirtschaftsförderung in der Region? Und jetzt ist genau das Gegenteil eingetreten: Hoffentlich müssen die Technikfirmen, Bühnenverleiher etc. nicht auch noch Insolvenz anmelden, ganz zu schweigen von den vielen freiarbeitenden Helfern! Steht da nicht die LANDESGARTENSCHAU selbst auch in der Verantwortung?
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