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Zu gefährlich: Radfahrer warten auf Verbesserung zwischen Berliner Platz und Bohmter Straße
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Zu gefährlich: Radfahrer warten auf Verbesserung zwischen Berliner Platz und Bohmter Straße
Zu gefährlich: Radfahrer warten auf Verbesserung zwischen Berliner Platz und Bohmter Straße
Osnabrück. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Osnabrück ist unzufrieden mit den Verkehrsverhältnissen für Radfahrer zwischen Berliner Platz und Bohmter Straße. Stadtauswärts sei der Fahrradweg zu eng und unübersichtlich, kritisiert der ADFC-Vorsitzende Bernd Schneider und mahnt eine dringende Verbesserung der Situation an. Gefahrenpunkte gebe es auch an anderen Stellen.
An der Ausfallstraße Richtung Belm wird in Höhe der Buerschen Straße die Verkehrsführung von der Eisenbahnbrücke beeinträchtigt. „Wie bei vielen Verkehrsbauten aus den 1970er- und 1980er-Jahren wurde nicht an ein Angebot für den Radverkehr gedacht“, bedauert Bernd Schneider.
Stadtauswärts gibt es vier Spuren für Kraftfahrzeuge. Ein schmaler Radstreifen ist zwischen der rechten Geradeausspur und der Rechtsabbiegerspur Richtung Buersche Straße markiert. In diesem Bereich wechseln häufig Autos (nach rechts) und Busse (von der Haltestelle nach links) die Spuren, Radfahrer geraten dazwischen, es kommt zu Konflikten. Als Rechtsabbieger haben sie derzeit keinen eigenen Weg und müssen sich in die Kfz-Schlange einreihen. Auch im weiteren Verlauf der Alten Poststraße ist die Situation für Radfahrer eng und unbefriedigend.
Den Verkehrsplanern der Stadt sind die Probleme bekannt. Vor Jahren bereits war in der Diskussion, zwei Geradeausspuren links vom Brückenpfeiler zu führen. Rechts vom Brückenpfeiler wäre dann Platz für zwei Radstreifen und eine Rechtsabbiegerspur für Kraftfahrzeuge. Die eigene Linksabbiegerspur würde wegfallen. Sie wird derzeit ohnehin nur von Stadtbussen zum Busdepot genutzt.
Der ADFC hat jetzt eine neue Idee ins Spiel gebracht und orientiert sich dabei an der Verkehrsführung über Nebenstraßen, die bereits Richtung Westen (Katharinenviertel) propagiert wird. Bernd Schneider schlägt einen Weg vom Berliner Platz über die Kleiststraße und durch die Eisenbahnunterführung bis Bohmter Straße vor. Diese Strecke wäre im Vergleich zur Wittekind- und der Alten Poststraße etwas kürzer, ein möglicher Ampelstopp würde entfallen, und motorisierter Verkehr ist auf der genannten Route so gut wie gar nicht zu finden. Der ADFC vermutet allerdings, dass teure Umbauten erforderlich sind (neue Oberflächen, flachere Rampen an der Fußgängerunterführung, bessere Beleuchtung), und räumt deshalb einer Realisierung nur wenig Chancen ein.
Franz Schürings, Leiter des städtischen Fachbereichs Städtebau, hält den ADFC-Vorschlag für nicht zielführend. Es sei davon auszugehen, dass viele Radfahrer der Beschilderung für die neue Strecke nicht folgen würden, sodass ohnehin etwas auf der Hauptstraße geschehen müsse. Aufgrund der begrenzten Abmessungen durch die Eisenbahnbrücke und einer unter dem Bürgersteig verlegten Gasleitung sei das eine „kniffelige Angelegenheit“. Nur mit ein paar neuen Markierungen und der Verlegung der Bordsteinkante ist nach den Worten des Fachbereichsleiters die Sache nicht erledigt.
Die Verbesserung der Situation für Radfahrer zwischen Berliner Platz und Buerscher Straße habe für die Stadt eine hohe Priorität. Die Verwaltung habe bereits mehrere Varianten durchgespielt, die Planungen seien aber im Detail noch nicht abgeschlossen. In den nächsten Monaten sollen sich Stadtentwicklungsausschuss und Rat mit dem Thema befassen und eine Entscheidung herbeiführen.
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