·
Digitalabo·
Shop·
Tippspiel
Zentrale Lage im Erzeugerland
Sögel. Mit einem umfassenden Erweiterungs- und Modernisierungs- programm hat der Schlachthof Weidemark in Sögel seine Marktposition nachhaltig gefestigt.
Rund 25 Millionen Euro investierte das Fleischwarenunternehmen, das zur Tönnies-Gruppe mit Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück gehört, in den vergangenen vier Jahren in den Ausbau des Standorts. Weitere Schritte zur Erhöhung der Schlachtzahl von derzeit 2,3 Millionen Schweinen pro Jahr sollen folgen, kündigt Weidemark-Geschäftsführer Joachim Timmermann zusätzliche Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe an.
Nur Schlachthöfe mit hoher Kapazität könnten langfristig am Markt bestehen, verweist Timmermann darauf, dass „die Kunden immer größere Partien in einheitlicher Qualität beziehungsweise in Spezialzuschnitten verlangen“. Weidemark werde diesen Anforderungen in hohem Maße gerecht. Timmermann: „Die Spezifikation ist unsere Stärke.“ Der Schlachthof könne spezielle Kundenwünsche in kürzester Zeit, in gewünschter Form und in hoher Stückzahl erfüllen.
Ein wichtiges Pfund sei dabei auch die zentrale Lage des Schlachthofs auf dem Hümmling. „Im Umkreis von etwa zwei Lkw-Stunden werden pro Jahr rund fünf Millionen Schweine produziert“, zeigt Timmermann auf. Eingebunden seien in den Einzugsradius ebenfalls Mastbetriebe in den benachbarten Niederlanden. Gut ein Drittel des Schlachtviehs bezieht Weidemark aus Holland.
Kapazitätssteigerung
Die Zahl der jährlichen Schlachtungen hat sich seit Anfang der 2000er-Jahre nahezu verdreifacht. Rund 800000 Schweine wurden seinerzeit bei Weidemark verarbeitet. Im vergangenen Jahr waren es 1,6 Millionen, und für 2010 prognostizierte Timmermann eine Zahl von 2,3 Millionen. Das entspricht 800 Schlachtungen pro Stunde. Pro Arbeitswoche, die von Montag bis Samstag läuft, summiert sich die Schlachtzahl auf 50000 Schweine.
Den jüngsten Schritt zur Kapazitätssteigerung steuerte nach Darstellung von Geschäftsführer Timmermann der Umbau der Schlachtlinien bei. Derzeit läuft die Modernisierung der Zerlegung. Das Projekt soll Ende 2010 abgeschlossen sein. Zum Einsatz kommen in verstärktem Maße Zerlegeautomaten.
Über 1000 Beschäftigte
Mit den Investitionen und der Steigerung der Schlachtzahlen war auch ein Anstieg der Arbeitsplätze verbunden. Mit über 1000 Beschäftigten hat sich die Zahl der Menschen, die auf dem Schlachthof Arbeit finden, innerhalb von fünf Jahren nahezu verdoppelt. 150 davon sind nach Angaben von Timmermann direkt bei Weidemark angestellt. Hinzu kommen als Beschäftigte aus der heimischen Region knapp 100 Tierärzte und Fleischbeschauer als Angestellte der SG Sögel sowie Mitarbeiter von Speditionsbetrieben und Dienstleistungsfirmen. Die Zahl der Werksvertragsbeschäftigten, die vor allem aus Ungarn, Rumänien und Polen kommen, beläuft sich auf fast 700.
Rund 4,5 Hektar umfasst der Betriebsbereich des erweiterten Schlachthofs inzwischen. Die Produktionsfläche in dem durchweg zweigeschossigen Hallenkomplex beträgt 15000 Quadratmeter.
Weitere Investitionen
Erweiterung der Stallanlagen für die Viehanlieferung, Neubau der Betäubungshalle, Ausbau des Kühlsektors, Optimierung der Zerlegung und der logistischen Abläufe sowie die Schaffung eines zwei Hektar großen Parkareals für rund 140 Lkw, die täglich Weidemark frequentieren, sind die wesentlichen Elemente der bislang erfolgten Schritte zum Ausbau des Schlachthofs.
Auf mehr als 15 Millionen Euro veranschlagt Timmermann das Investitionsvolumen für Vorhaben, die in den nächsten beiden Jahren verwirklicht werden sollen. Einen zentralen Baustein bildet dabei die Errichtung eines Neubautraktes, der im Erdgeschoss für Versand und Logistik ausgelegt ist und in der Etage darüber zusätzliche Kühlkapazitäten eröffnet. Damit legt Weidemark die Messlatte auf die Schlachtung von drei Millionen Schweinen pro Jahr.
Mehr Lokales








