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Kirchenkonzert mit Laser-Impressionen
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Autor: Horst Seipelt 27. Oktober 2010 13:43 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Duo Hachmer zeigte Mut zum Experiment

Kirchenkonzert mit Laser-Impressionen

Emsbüren. Die auf pädagogischem wie auf künstlerischem Gebiet erfolgreichen Eheleute Manfred Hachmer und Irene Heck-Hachmer, Trompete und Orgel, hatten zu ihrem 10. Kirchenkonzert im Rahmen der Emsbürener Musiktage besondere Gäste in die Andreas-Kirche eingeladen: Till Nachtmann und Stefan Silies mit ihrem Laser-Konzertbeitrag und das Duo „Bassfrucht“ mit Mathias Funk und Ansgar Silies, Synthesizer und Sampling.

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Klangprismen

Unter dem Motto „Klangprismen“ erklangen im ersten Programmteil Werke für Trompete und Orgel, die alle im 20. Jahrhundert geschrieben wurden. Rösslers Sonatine ist das passende, fanfarenartige Eröffnungsstück in gemäßigt moderner Tonsprache mit einem schönen Andante-Einschub.

Auffallend ist die starke Chromatik des Tonsatzes. Hachmer blies den Cantus firmus mit sicherem Ansatz und schöner Tongebung. Freundlich bewegt kommt Youngs „Prelude in Classis Style“ daher mit einem virtuosen Trompetenpart. Drehleierartig wie eine schöne Vorwegnahme der Weihnachtsmarktmusik klingt Lemares Andantino, das Irene Hachmer in aller Ruhe ausspielte.

Das „Gebet ohne Worte“ von Damase leitete über zu der mystischen Sonata von Hovhaness, die passend in den optisch-akustischen Laserbeitrag überleitete.

Die Musiker von „Bassfrucht“, Mathias Funk und Ansgar Silies, und die Kölner Künstler Till Nachtmann und Stefan Silies kombinieren in ihrem Laserkonzert elektronische Musik mit Laserlicht. Musik und Laser werden live gespielt und reagieren aufeinander.

Grüner Sternenhimmel

Zauberhaft wirkte der grüne Sternenhimmel in der abgedunkelten Kirche, allmählich nahm eine Figur Gestalt an, von Sehnsucht nach den Sternen angetrieben. Diese gelungene Verdichtung von Samples und Geräuschen zu atmosphärischen Klängen hatte hypnotische Wirkung. Man geriet in einen Dämmerzustand und scheute sich vor dem Aufwachen. Aber „die Hachmers“ holten einen mit Sommerfeldts „Elegy“ sanft in die Wirklichkeit zurück. Es gab viel Applaus für dies besondere Konzert.

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