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„Dauerhafte Arbeitsgrundlage schaffen“
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Reaktionen auf Aufträge für Meyer Werft – Bröring: Schulterschluss bei Sommerstau-Flexibilisierung

„Dauerhafte Arbeitsgrundlage schaffen“

hh Hannover/Papenburg. Die Erleichterung und das Aufatmen über die milliardenschweren Aufträge für die Meyer Werft war am Montag auch bei den Reaktionen aus der Politik von Hannover bis Meppen spürbar. Zugleich machten die Politiker deutlich, dass es nun darum gehen müsse, mit einer Flexibilisierung des Sommerstaus der Ems die Weichen für eine weitere positive Entwicklung der Werft und des Auftragsbestands zu stellen.

 
Die gute Botschaft über die neuen Großaufträge überbrachte Werftchef Bernard Meyer in Hannover persönlich Ministerpräsident David McAllister und Justizminister Bernd Busemann. Foto: Staatskanzlei  Vergrößern

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Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister und Justizminister Bernd Busemann formulierten in einer gemeinsamen Erklärung, dass „Aufträge wie dieser keine Selbstläufer sind. Geschäftsleitung und Belegschaft der Werft haben ihre Innovationsbereitschaft und ihren Leistungswillen erneut erfolgreich bewiesen“, so der Landesvater. Aus seiner Sicht ist der Kreuzfahrtschiffbau für Niedersachsen und den Nordwesten eine zukunftweisende Branche mit hohem technologischen Anspruch.

Bernd Busemann stellte gegenüber unserer Zeitung seine Freude über die Beschäftigungssicherheit bei der Werft und vor allem auch bei einer Vielzahl der Zulieferbetriebe heraus. Der Werft sei es gelungen, erfolgreich durch das Beschäftigungstal der Wirtschafts- und Finanzkrise zu kommen. „Ich bin überzeugt, dass Meyer gestärkt aus der Krise hervorgehen wird“, sagte Busemann. Es müsse nun darum gehen, „der Werft wie in den vergangenen Jahrzehnten weiterhin zur Seite zu stehen“. Dies gelte vor allem mit Blick auf die ökologischen Maßnahmen an der Ems und die angestrebte Flexibilisierung des Sommerstaus.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Hans-Michael Goldmann (Aschendorf) fasste sich in seiner Reaktion kurz. „Das ist superklasse. Alles, was gut für die Werft ist, ist auch gut für die Region.“ Er machte zugleich deutlich, dass „es trotz dieser positiven Nachricht das Ziel sein sollte, auch den aus dem Entwicklungshilfeministerium mit unterstützten Bau einer Fähre für Indonesien nach Papenburg zu holen“.

Landrat Hermann Bröring (CDU) sprach Werftchef Bernard Meyer sein Kompliment aus. „Er und sein leistungsfähiges Team haben geduldig am Markt akquiriert und vor Ort die Hausaufgaben gemacht.“ Auch wenn die Aufträge ein Grund für „absolute Freude“ seien, müsse es nun für die Politik darum gehen, mit der Flexibilisierung des Sommerstaus der Ems „die dauerhafte Arbeitsgrundlage für die Werft zu schaffen. Das ist eine zwingende Voraussetzung. Dafür müssen wir aus der Region heraus alles tun und an einem Strang ziehen“, so Bröring.

Ähnlich sieht auch Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft die Situation. „Insbesondere mit Blick auf internationale Konkurrenzen ist es unerlässlich, dass der Standort Papenburg weiterhin gestärkt wird und die Diskussionen über eine Verlegung endgültig beendet werden.“ Bei der Suche nach einvernehmlichen Lösungen zu den offenen ökologischen und ökonomischen Fragen im Zusammenhang mit der Bundeswasserstraße Ems sei ein gemeinsames Handeln aller Beteiligten erforderlich. „Ich bin zuversichtlich, dass wir die richtigen Antworten finden werden. In diesem Zusammenhang hoffe ich, dass die Machbarkeitsstudie für einen Emskanal ergebnisoffen auf den Weg gebracht werden wird.“


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